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Modelle


Es gibt verschiedene Arten von Modellen:
Modellpferde
andere Modelltiere
weitere Modelle



Modellpferde

Es gibt verschiedene Arten von Modellpferden: Of's, Custs und Resins. Of-Modelle sind so, wie sie hergstellt wurden, in ihrer originalen Erschienung in Form und Farbe, OF = Original Finish = Original vom Hersteller. Dabei können diese Modelle aus Gummi, Kunststoff, Porzellan oder sonstigen Materialien bestehen. Einziger Nachteil von Of-Modellen ist eigentlich nur, daß sie meist in sehr großer Stückzahl produziert werden und damit für den Sammler nicht als Unikat zur Verfügung stehen. Dafür sind diese Modelle aber schon relativ günstig zu haben, so daß auch der Sammler mit kleinem Geldbeutel seinen Spaß am Modellhobby haben kann. Weiterhin sind diese Modelle, insbesondere die Kunsstoff-Modelle relativ leicht und unempfindlich, so daß man sie auch problemlos ins Gelände mitnehmen kann, um sie dort zu photographieren. Of-Modelle erfreuen sich daher großer Beliebtheit und, liebevoll in Szene gesetzt, lassen sich damit wunderschöne, kunstvolle Photos arrangieren.
Der wohl bekannteste OF-Hersteller ist die Firma Breyer aus den USA. Breyer bietet seine Modelle in verschiedenen Größen an: Traditional (wohl die gängigste Größe), Classic, Paddock Pal und Stablemate.
Die Modelle sind aus Plastik gegossen und werden in verschiedenen Farben angeboten, die von Zeit zu Zeit wechseln. Das Grundmodell wird auch als Mold bezeichnet. Die jeweiligen Modelle in den verschiedenen Farben dann als Modell. Es gibt sogenannte Regular oder Catalog Runs, die meist nicht limitiert sind. Außerdem werden laufend neue Special Runs (SR) auf den Markt gebracht. Diese Modelle sind meistens auf eine bestimmte Stückzahl limitiert und auch meist teurer als die "normalen" Modelle. Mittlerweile gibt es allerdings auch Resins, Porzellanmodelle etc. von dieser US-Firma zu kaufen.
Ein weiterer bekannter Hersteller von Modellpferden ist Peter Stone, der erst seit wenigen Jahren, aber sehr erfolgreich auf dem Markt ist. Von Stone gibt es bei weitem weniger Molds als von Breyer, allerdings um einiges mehr limitierte Modelle. Stone hat bis jetzt nur Modelle in den Größen Traditonal und Pebbles herausgebracht.
Einige andere mehr oder weniger bekannte OF-Hersteller sind/waren:
Hartland (Plastik), Northlight (Industrie Resins), Hagen Renaker (Porzellan), Nylint (Hartgummi), Bully (Gummi), Schleich (Gummi), ...
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Cust-Modelle wurden aus OF-Modellen verändert, d.h. in ihrer Form und Bemalung modifiziert, evt. auch mit Mohair-Langhaar versehen, Cust-Modelle (customized, verändert). Man kann die Modelle entweder nur neu bemalen (rep. = repaint), neu bemalen und mit "echen" Mähnen- und Schweifhaaren (meist Mohair) versehen (rh = repairt & haired) oder komplett verändern, indem man sie nicht nur neu bemalt und haired, sondern auch die Stellung verändert (rrh = repaint, repositioned &haired) und ggf. neu aufmodelliert. Custs sind im Grunde Unikate, da keines dem anderen gleicht. Im Preis sind diese Modelle aufgrunddessen natürlich höher. Jedes Cust läßt den Stil seines Herstellers deutlich erkennen, die Unterschiede sind groß. Leider sind Cust-Modelle auch meist etwas empfindlicher als OF-Modelle da die Farbe leichter abblättern kann (hängt von der Farbe und Verarbeitung ab) und manchmal die Modelliermasse "arbeitet" und Risse erzeugt. Das ist abhängig von der verwendeten Modelliermasse beim Remaking (sofern überhaupt stellungsverändert wurde, ein cust kann ja auch z.B. nur r/h sein) und der verwendeten Farbsorte. Manche Custs sind u.U. sogar robuster als Of's. Modelle komplett stellungsverändern kann man, indem man das Plastik erhitzt (mit Heißpistole oder auch einem Fön) und verbiegt. Oft hilft es, wenn man vorher mit einer Säge schon die entsprechenden Teile ansägt und dann erst erhitzt. Mähne und Schweif kann man problemlos mit einer Feile oder einem elektrischen Schleifgerät entfernen. Hinterher kann man die entstehenden Löcher mit einer Modelliermasse (Apoxie, Gapoxio etc.) wieder aufmodellieren.
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Resins sind Abgüsse von Künstlermodellen, meist aus einer Art Kunstharz gegossen, die in einer limitierten Auflage (oft zwischen 25 - 200 Stück) herausgegeben werden - meist vom Künstler selbst. Die meisten Resins werden roh, d. h. unangemalt angeboten. Oft muß man vor dem Bemalen auch noch Gießnähte und Unsauberheiten entfernen oder aufbessern. Einige Künstler bieten allerdings auch schon bemalte Modelle an. Aufgrund des aufwendigen Herstellungsverfahrens und grossen Sammlerwertes sind Resins oft sehr teuer, je nach Bekanntheits- und Beliebtheitsgrad des Künstlers kann man für so ein Resin auf dem Modellpferdemarkt sehr hohe Summen von bis zu mehreren Tausend US Dollar ausgeben. Auch hier gibt es im Stil sehr große Unterschiede und ein Resin muß nicht besser sein, als ein Of-Modell.
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Wie schon erwähnt, kann man seine Modellpferde nicht nur in die Vitrine stellen, sondern man kann aber noch viel mehr damit machen. Einige Sammler basteln für ihre Modelle das passende Zubehör, also Sättel, Trensen, Halfter, passende Reiter, Stallanlagen und vieles mehr. Mit diesem Zubehör kann man nun wunderschöne Photos in echter oder künstlicher Landschaft machen. Man kann ein Modell, anstatt es einfach nur so in die Vitrine zu stellen, in einem Diorama präsentieren, was dieses noch viel besser zur Geltung kommen lässt.
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andere Modelltiere

Wie im echten Leben, umgeben sich Modellpferdefreunde nicht nur mit Pferden, sondern auch mit einer Reihe an anderen Tieren. Auch hier gibt es verschiedene Erscheinungsformen, Of-, cust- und Resin-Modelle der unterschiedlichsten Hersteller. Bei Modellpferdefreunden sind in der Hauptsache Tiere vertreten, die auch im echten Leben eines Pferdefreundes eine Bedeutung haben, wie z.B. Hunde und Katzen, aber auch pferdeverwandte wie Mulis und Esel sind sehr beliebte Sammlerobjekte.
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weitere Modelle

Auch Modelltiere und Modellmenschen brauchen eine Unterkunft und so findet man bei nicht wenigen Modellpferdesammlern, maßstabsgetreue Puppenstuben uns Stallanlagen. Dabei sind es oftmals nur Attrappen, die für die Modellphotos als Kulisse dienen, aber auch richtige Modellbauten, wie Puppenhäuser. Es gibt auch andere Fortbewegungsmittel, wie Fahrräder, Autos oder Boote, die die die Sammlung vieler Modellpferdefreunde bereichern. Dazu kommen jede Menge Zubehörteile wie Sättel, Trensen, Decken, Heuballen, Arbeitsgeräte und vieles mehr. Teilweise werden die Modellteile von den Sammlern in stundenlanger Fitzel-Arbeit selbst hergestellt, wobei wahre Kunstwerke entstehen können.
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Das Modellpferdehobby ist nicht beschränkt auf das Sammeln von Modellpferden, sondern greift in viele Bereiche des Modellbaus über. Genau das macht das Modellpferdehobby so interessant!

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