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SONNENHOF - Archiv

Das Jahr 2011: 
Auch in diesem Jahr sollte auf dem Sonnenhof wieder ein Epiphaniasreiten stattfinden. Seit einigen Jahren war dies nun schon Tradition anstatt des üblichen Weihnachtsreiten, das es auf vielen Reiterhöfen gibt. An Epiphanias haben die Sonnenhofleuten einfach mehr Zeit und Ruhe zur Vorbereitung als in der Vorweihnachtszeit und so erfreut sich diese Veranstaltung großer Beliebtheit.
Nachdem Mark mit einem Friesen vor dem Gig die Gäste begrüßt hatte, durften einige Friesen durch die Halle toben und die Schwarzen Perlen zeigten ihre ganze Kraft und Schönheit.
Aber Friesen können noch viel mehr und so stellten unter anderem Anna und Amalia ihr Therapiereiten mit einem Friesen vor, wo vom Pferd Ruhe und Einfühlungsvermögen verlangt werden. Sonja, Annas und Amalias kleine Schwester, war ganz stolz, das Therapiereiten vor Publikum präsentieren zu dürfen und stahlte wie ein Honigkuchenpferd.
Den Schluss der Veranstaltung bildete eine Schwarz-Weiß-Quadrille mit Shire-Horses und Friesen, geritten von Anna, Amalia, Martha und Elisabeth. Es ist schon sehr imposant, diesen prächtigen Pferden bei ihren anmutigen Bewegungen zusehen zu dürfen, gepaart mit einer gelungenen Choreographie und natürlich schöner Musik.
Mitte Januar hatte Elisabeth wieder ein Chorkonzert. Zur Aufführung kamen dieses Mal die Kantaten IV - VI aus dem Weihnachtsoratorium von Bach. Diese Kantaten sind nicht für das eigentliche Weihnachtsfest von Bach bestimmt, sondern für die Zeit danach und es ist einfach wunderbare Musik. In der vierten Kantate gibt es eine wunderschöne Arie für den Solosopran und ein Echo, das ganz überraschend Elisabeth singen durfte. Sie wurde in der letzten Chorprobe vor dem Konzert vom Chorleiter gefragt, ob sie es singen wolle und natürlich wollte sie! Elisabeth behielt dies für sich, um ihre Freunde zu überraschen. Und alle ihre Freunde waren im Konzert und freuten sich über Elisabeths kleines Solo. Das ganze Konzert war sehr gelungen und anschließend wurde dies natürlich noch ein wenig gefeiert.
Am Tag nach dem Konzert war Elisabeth sehr erschöpft. So schön solch ein Konzert ist, so anstrengend ist es auch und Elisabeth nimmt gerade die Musik und ihre Aufgabe im Chor sehr ernst. Gemäß "Res severa est verum gaudium" ist sie mit vollem Einsatz dabei. Als Chorsänger muss man während des ganzen Konzertes stehen und sich voll konzentrieren. Man darf keine Einsätze verpassen und muss die Interpretation der Musik so wiederzugeben, wie der Chorleiter es wünscht, man muss beim Singen den Text richtig artikulieren und auf die anderen hören. Rund und um das Konzert selbst finden zusätzliche Chorproben, die General- und Anspielprobe statt und auch die Arbeiten im Hintergrund werden von den Chorsängern erledigt, das Aufbauen der Chorpodeste, der Kartenverkauf etc. Und nicht zuletzt ist auch die Musik selbst emotional zu verarbeiten, handelt es sich doch bei diesen Werken, die zur Aufführung kommen, um Kunstwerke mit viel Tiefgang. Und dennoch sind all die Mühe und Kraftanstrengung es wert. Es ist wunderbar, diese Musik singen zu dürfen und es gibt dabei immer wieder Momente, in denen man sich auserwählt fühlt. Darüber sprachen Pierre und Elisabeth, als sie ihn nach der Arbeit besuchte und er ihr die neuen Sessel zeigte, die er inzwischen für seine Praxis gekauft hatte. Später kam noch Mark hinzu, denn sie wollten gemeinsam einen gemütlichen Abend verbringen.
Am darauffolgenden Wochenende machte Elisabeth einen langen Ausritt mit ihrer Schwarzwälder Füchsin Cora. Eigentlich hätte sie dazu lieber ihre Friesin Farinella mitgenommen, aber diese hatte eine Verletzung und daher wollte Elisabeth ihr den Ritt nicht zumuten. Sie wollte nach Rastatt und dort einige Bilder ihrer Kindheit wiedersehen. Elisabeth ist zwar Karlsruherin, ihre ersten Lebensjahre verbrachte sie aber in Rastatt und sie erkannte so viele Dinge dort wieder, deren Bilder sie noch im Kopf hatte. Sie ritt ein gutes Stück an der Bahnlinie entlang, sie wollte dort einen sehr tragischen Ort ihrer Vergangenheit sehen. Viele Male war sie dort schon mit dem Zug vorbeigefahren, aber noch nie war sie dort gewesen. Sie fand sogar den alten 100-km-Stein, der nach so vielen Jahren immer noch an diesem Ort steht und das Einzige ist, was von damals noch übrig ist. Elisabeth hatte keinem ihrer Freunde gesagt, dass sie an diesen Ort reiten wolle, sie erfuhren es erst hinterher, als Elisabeth völlig erschöpft auf den Sonnenhof zurückkam. Es gibt Dinge, über die man besser nicht spricht, selbst vor den besten Freunden nicht.
Mitte Februar bekam Elisabeth von ihrer Freundin Betty Besuch. Es war ein wunderbarer Tag, warm und sonnig, fast schon Frühling und so genossen sie ihren Ausritt, den sie zum Schloss und zum Botanischen Garten sehr genossen. Betty hatte sich fast ein wenig zu warm angezogen, ihren Schal aber noch rechtzeitig abgelegt, den brauchte sie an diesem Tag nicht. Sie hatten sich wieder viel zu erzählen und .
Nach dem Ausritt gingen sie in die Stadt und kauften nach einer kleinen Mahlzeit einige Kaninchen. Anna und Amalia hatten gelesen, dass ihr Züchter wieder einige schöne Exemplare abzugeben habe und da die Schwestern an diesem Wochenende keine Zeit hatten, baten sie Elisabeth, die Kaninchen für sie abzuholen. Betty, ebenfalls eine große Tierfreundin, freute sich, dabei sein zu dürfen. Elisabeth bastelte für die Hoppler zu Hause gleich ein Auslaufgehege.
Danach konnten sie sich ein wenig ausruhen und Bettys neue Sessel ausprobieren, die Elisabeth ihr vor einiger Zeit besorgt hatte und sie schauten sich zusammen eine interessante Dokumentation über das menschliche Gehirn an. Anschließend gingen sie dann zu ihrem Stammtisch, dessentwegen Betty auch nach Karlsruhe gekommen war. Dort trafen sie einige Freunde von benachbarten Höfen und sie hatten einen netten Abend.
Am darauffolgenden Wochenende fuhr Elisabeth nach Freiburg an die Uniklinik, wo ebenfalls schon die Krokusse blühten und damit den Frühling einleiteten. Elisabeth sollte an einer MRT-Studie über autistische Gehirne teilnehmen und als sie nach der Untersuchung der jungen Doktorandin, welche die Untersuchung durchführte, einige Fragen stellte, durfte sie beim nächsten Probanden mit dabei sein. Es war ein sehr interessanter Nachmittag und so fuhr sie viel später als geplant wieder nach Karlsruhe. In der Tasche hatte sie eine CD mit Bildern ihres Gehirnes und kann nun zu Recht behaupten, ein Encephalon im Kopf zu haben, eine Behauptung, die die meisten Menschen nur postularisch machen, da diese niemals mittels bildgebendem Verfahren den Beweis hierfür erbrachten. Ihren Freunden stellte sie natürlich die Tomogramme vor und sie mussten mal wieder über Elisabeths etwas skurrilen Humor lächeln.
An Händels Geburtstag waren die Tage schon länger geworden, so dass man unter der Woche nach der Arbeit noch bei Tageslicht einen kleinen Ausritt unternehmen konnte. An diesem Tag war das Wetter richtig sonnig und so bereitete Elisabeth ihre Farinella schnell für einen Ausritt vor. Ehe sie losritt kam auch Mark in den Stall und wünschte ihr einen schönen, entspannten Ritt.
Anfang März war das Wetter noch schöner. Und am Faschingsdienstag hatten Anna und Amalia Urlaub und besuchten Elisabeth in der Autismus-Beratungsstelle, die sie nun auch mal kennenlernen wollten. Sie brachten ein gesatteltes Pferd mit und so konnte Elisabeth in ihrer Mittagspause mit den beiden einen kleinen Ausritt an die nahe gelegene Alb unternehmen.
Mitte März war gab es einige richtig warme und sonnige Tage und Elisabeth freute sich auf den Nachhauseritt mit Bellis perennis. Die Stute durfte auf der kleinen Koppel hinter der Geschäftsstelle des Autismus-Vereines grasen bis Elisabeth mit ihrer Arbeit fertig war. Mark hatte ihr die Stute nach Grünwünkel gefahren und dort die kleine Koppel neben dem Sportplatz abgesteckt. Elisabeth ritt ohne Sattel ganz gemütlich im Schritt auf den Sonnenhof. Aber bevor sie losritt, knuddelte sie erstmal ihre Stute ein wenig und genossen die wärmenden Sonnenstrahlen
Mitte April konnte sich Elisabeth endlich nach langer Zeit des Wartens und Sparens ein Notebook leisten. In den ersten Tagen spielte sie in ihrer Freizeit stundenlang damit herum, sogar in die Chorprobe und in den Stall nahm sie ihr neues Spielzeug mit und zeigte es ihren Freunden. Während der Chorprobe surfte sie im Internet und las die geschichtlichen Hintergründe der Bachkantate, die sie für Ostern probten und sie bestellte gleich online einen Klavierauszug. So ein transportabler Computer mit Internetanschluss ist schon eine tolle Sache.
Der April brachte für Elisabet turbulente Tage, an denen ihre Arbeit sehr anstrenged war, da im Büro eininge Veränderungen vollzogen wurden. Außerdem standen anstrengende Chorproben für Ostern in ihrem Kalender und so hatte sie nicht viel Zeit, sich zu erholen und so genoss sie die wenigen freien Momente, in denen sie entspannen konnte. Der April war so warm, dass sie dazu gemütlich auf dem Balkon mit Radio und Notenbook sitzen konnte.
Zu Ostern hatte Elisabeth wieder viel zu tun. Es standen neben ihrer Arbeit die Proben für das Passionskonzert ihres Chores und den Osterfestgottesdienst im Kalender. So hatte sie viel zu tun und daher genoss sie die folgende Woche, in der sie Ferien hatte. Am Ostermontag gab es bei Pierre und Martha wieder den üblichen Osterbrunch. Dieses mal war Pierres Bruder Jean-Luc aus Frankreich zu Besuch und natürlich sollte Jean-Luc auch den Sonnenhof kennenlernen und so nahm Pierre seinen Bruder mit in den Stall, wo sich alle zu einem gemeinsamen Ausritt verabredet hatten.
Im Mai hatten alle sehr viel Arbeit und kamen trotz des schönen Wetters nur wenig dazu, längere Ausritte zu unternehmen. Da die Pferde den ganzen Tag auf der Koppel weilen dürfen, war das nicht weiter schlimm, aber dennoch genossen Pferde und Menschen es, wenn sie doch ein wenig Zeit abknapsen konnten, um einen Ausritt zu unternehmen. Auch Elisabeth sattelte den schon seit einiger Zeit auf den Sonnenhof beheimateten Shirewallach Romeo um bei einem kleinen Ausritt zu entspannen.
In diesem Monat kam ein neuer Lusitanohengst auf den Sonnenhof. Er ist ein sehr umgänglicher Hengst und freundete sich mit dem Friesenwallach Wilhelm an und so ergab es sich am darauffolgenden Wochenende, mit beiden eine Unterrichtsstunde in Freiarbeit, die Mark und Elisabeth bei Kathrin nehmen wollten, zu machen. Nicht nur die Menschen hatten dabei Spaß, denn die beiden Pferde hatten Freude daran, sich zu präsentieren. Friesen und Lusitanos sind einfach tolle Pferde.
Ansonsten war Elisabeth sehr müde und zog sich in ihre Wohnung zurück, um ihre Ruhe zu haben. Sie wollte ein wenig lesen, aber selbst dazu war sie zu erschöpft und so verbrachte sie fast den ganzen Samstag dösend oder schlafend und sie genoss es, keine Verpflichtungen zu haben. Am nächsten Tag standen dafür schon wieder das Singen im Gottesdienst und eine Fahrt nach Freiburg an die Uniklinik für eine MRT-Studie im Kalender.
Anfang Juni bekam Elisabeth ein Paket mit Molekülmodellen, die sie im Internet bestellt hatte. Sie hatte sich ein DNS-Modell und Fulleren-Modelle bestellt, die sie am Wochenende Mark zeigte. Ihm gefielen die Modelle gut und sie unterhielten sich über die Ästhetik vieler Moleküle.
Ende Juni hatte Elisabeth wenig Zeit für die Pferde. Im Büro gab es viel zu tun und für Cbor standen einige Extra-Proben für ein Konzert Anfang Juli in ihrem Kalender. So hatte sie nur wenig freie Abende, die sie in ihrem gemütichen Wohnzimmer verbringen konnte. Und wenn dies doch einmal möglich war, so nur kurz. Dafür genoss sie es umso mehr und es war toll, vor den Sommerferien des Chores nochmal richtig viel singen zu können.
An einem dieser Tage kam Mark mit einer Friesenstute aus der Sonnenhof-Friesenzucht bei Elisabeth in der Geschäftsstelle vorbei, um sie in ihrer Mittagspause zu überraschen. Und das war sie auch, denn Mark und die Stute hatten inzwischen viel miteinander gearbeitet und so konnten sie Elisabeth ein Kompliment machen.
An diesem Tag war ganz überraschend ein neues Pferd auf den Sonnenhof gekommen. Die Knabstrupperstute Victoria sollte eigentlich erst einige Wochen später von einem schweizer Gestüt auf den Sonnenhof wechseln, wurde aber schon vorher gebracht, da die Schweizer Platz für neue Pferde benötigten. Obwohl diese Victoria für die Reise gut vorbereitet und versorgt hatten, erlitte die Stute beim Transport eine schlimme Verletzung am linken Vorderbein, die aber recht schnell geheilt werden konnte. Als Elisabeth am Wochenende endlich etwas Zeit hatte, sie hatte im Büro viel Arbeit und ein Konzert mit dem Chor im Rahmen der Nacht der Chöre mitgesungen, konnte Mark ihr die neue Stute vorstellen.
Am darauffolgenden Wochenende hatte Elisabeth mit der Fortbildungsveranstaltung des Autismus-Vereines viel Arbeit und so war sie entsprechend müde, als sie am Sonntag danach zum Singen in die Kirche musste. Dennoch war sie überrascht, als sie nach dem Gottesdienst vor der Kirche Mark mit zwei Pferden stehen sah. Er hatte für sie Victoria gesattelt und ihre Reitkleidung dabei. Ihr Kleid und die Schuhe befestigte er an seinem Sattel und so konnten sie einen Spazierritt durch die Stadt unternehmen. Sie ritten zum Marktplatz, auf dem die Pyramide steht und hatten mal wieder ein wenig Zeit fur ausgiebige Gspräche.
Anfang August hatte Elisabeth endlich ihren wohlverdienten Sommerurlaub. Drei Wochen sollte sie nun ausruhen können und all die Dinge tun, für die sonst im Alltag keine Zeit bleibt. Es war das erste Mal, dass die so lange Sommerurlaub haben sollte und sie genoss jeden Tag davon. Am ersten Wochenende schlief sie sehr viel, denn sie war sehr erschöpft von den vergangenen Wochen. Erst sonntags am späten Nachmittag ging sie in den Stall und dort setzte sie sich ersteinmal zu Marlies und Christel. Die beiden Friesenstuten durften gerade in der kleinen Reithalle ein wenig frei laufen und hatten es vorgezogen, sich gemütlich hinzulegen und ein wenig zu dösen.
Nach einer Weile kümmerste sich Elisabeth um ihre Friesenstute Farinella. Sie hatte keine große Lust, sie zu satteln und nach Dressurarbeit oder einen schnellen Ausritt gelüstete es sie ebenfalls nicht. Und so unternahm sie mit ihrem Pferd einen ausgiebigen Schrittausritt ohne Sattel und nur mit Knotenhalfter. Sie nahmen sich Zeit und genossen den Ausritt. Unterwegs hatte sich Elisabeth auf einer Waldlichtung zum Dösen hingelegt, während Farinella grasen durfte und nicht von Elisabeths Seite wich und regelmäßig nach ihr sah, ob alles in Ordnung ist. Es war ein sehr schöner Ausritt, von dem sie erst in der Dämmerung zurückkamen.
Am nächsten Tag verbrachte Elisabeth den Nachmittag auf der Koppel bei den Pferden. Sie hatte sich mittels MP3-Player schöne Musik mitgebracht und döste, während die Pferde immer mal wieder bei ihr vorbeischauten. Sie liebt es, den Pferden stundenlang zuzusehen und mit der Zeit ein Teil der Herde zu werden. Am Nachmittag kam Mark und holte Elisabeth ab. Sie hatten spontan beschlossen, einen Spaziergang durch Ettlingen zu unternehmen und sich dort ein leckeres Eis zu gönnen, denn es war ein sehr heißer Tag.
Mitte August besuchte Elisabeth ihre Freundin Betty in Sandhausen. Sie verbrachten einen schönen Nachmittag miteinander und Betty stellte Elisabeth ihre Haustiere vor. Das Wetter war sehr angenehm und so unternahmen die beiden auch einen Ausritt über die Sanddünen, eine Besonderheit in Süddeutschland. Elisabeth hatte den Barockpinto Harlekin gesattelt und Betty ritt eine der hübschen Araberstuten des Gestütes Nachtlicht. Nach dem Ausritt gab es für die Pferde eine Ration Karotten und für die Reiter Kaffee und Kuchen und schauten dabei einen schönen Film an.

An einem heißen Samstag machten sich Elisabeth und ihre Freundin Betty zum gemeinsamen Ausritt auf. Sie hatten dazu den Lusitano Wotan und einen Andalusier-Araber vom Gestüt Nachtlicht gesattelt. Die beiden Pferde zeigten ihr feuriges Temperament und die beiden Frauen ließen sie gerne mal ein wenig flotter laufen. Sie genossen ihre gemeinsame Zeit und den schönen Ausritt.
Das Ziel ihres Rittes sollte eine Grillfeier mit Freunden von benachbarten Gestüten sein, zu dem sich auch Mark augemacht hatte. Er wollte mit dem Fahrrad fahren und durfte daher Elisabeths und Bettys Sachen zum Grillen mitbringen. Es war ein toller Abend, an dem sie mit einem Jack-Russel spielten, der bei der Gastgeberin in Pflege war und später genossen sie es, sich im Pool abzukühlen. Zu schnell war dieser schöne Abend vorbei, aber alle werden sich gerne daran erinnern.

Zum großen Pferdefest in Bensheim kamen natürlich auch die Leute des Sonnenhofes. Sie hatten ihren Messestand dabei, Anna, Amalia und Sonja hatten ihr Infomaterial zum Therapeutischen Reiten mitgebracht und so verbrachten sie einen sehr interessanten Tag mit vielen Gesprächen mit anderen Pferdefreunden. Und natürlich gabe es auch viele schöne Pferde zu sehen, von denen eine wunderschöne Lusitanostute erwarben. Elisabeth hatte sich in sie verliebt und nachdem sie ihr Geld zusammengekratzt und ein paar Sachen verkaufen konnten, war es ihnen möglich, dass die Stute auf den Sonnenhof mitkommen durfte.
Zwei Wochen später hatte sich Amorosa inzwischen sehr gut auf dem Sonnenhof eingelebt. Sie lief in der Stutenherde mit und hatte sich sehr gut in die Herde integriert. Mitte September wurde es nochmal sehr warm und Elisabeth mochte an diesem Wochenende nicht viel im Stall machen und so putzte sie einfach Amorosa, was diese sichtlich genoss. Bei ihrem Züchter war sie in einer Cobra gelaufen und ließ sich daher prima mittels Halsriemen führen und anbinden.

Am darauffolgenden Montag hatte Elisabeth morgens einen anstrengenden Termin und als sie am Nachmittag von der Arbeit heimkam, ließ sie sich einfach ein wenig in der kleinen Halle von der Shire-Stute Fidelitas ein wenig tragen, wobei sie sich ein wenig entspannen konnte. Durch Verittlung einer Freundin hatte sie neues Material bekommen, mit dem sie der Stute ein hübsches Halfter angefertigt hatte.
Anfang September war Elisabeth mit ihrem Chor auf einer kleinen Konzertreise im Erzgebirge. In der Pause einer Chorprobe kaufte sie sich in Schwarzenberg in einem Laden original erzgebirgisches Holzspielzeug, ein kleines Dresden-Diorama und einen niedlichen Pinguin, der ihr sehr gut gefiel. Als sie nach Hause kam, holte sie dazu noch die alten Holzpferdchen aus dem Schrank, die sie als Kind zum Spielen hatte und zeigte sie ihren Freunden. Martha mochte natürlich gerne die Pferde, wobei sich Pierre vor allem für die alten Zinnfiguren interessierte, die Elisabeth ebenfalls bei ihren alten Spielsachen fand.
In der Woche vor der SBL bekam Elisabeth die Nachricht, dass das Pas de Deux, welches sie mit einer Freundin gemeinsam auf der SBL vorstellen wollte, nicht stattfinden konnte und so entschied sie sich spontan um, eine kleine Dressurprüfung mitzureiten und sich im barocken Stil zu präsentieren. Sie entschied sich für den Knabstrupper Huygin, der sich zu einem prächtigen Schulhengst entwickelt hatte, was sich als äußerst günstig erwies, da sie nicht viel Zeit zum Üben hatten. Damit sich Pferd und Reiter an die Barockausstattung gewöhnen konnten, ritt Elisabeth die Generalprobe im Kostüm, was ihr viel Freude bereitete, da sie solche Barockkostüme liebt.
Die Fahrt nach Bayern zur SBL war zwar ein wenig lang, aber dennoch lohnenswert. Auf der Hinfahrt hatte Elisabeth die Noten von Händels Messias studiert, da sie diesen demnächst in ihrem Chor in einem Konzert singen sollte und auf der Zugfahrt hatte sie endlich etwas Zeit dazu. Dabei kam sie mit einem Ehepaar ins Gespräch, die auf die Noten neugierig wurden und es stellte sich heraus, dass diese in Köln selbst in einem Chor singen. So hatte Elisabeth eine schöne Fahrt mit guter Musik, netten Menschen um sich und einen wunderschönen Ausblick auf die herbstliche Landschaft im Sonnenschein. Sie liebt es, mit dem Zug zu fahren, gute Musik zu hören und die vorbeiziehende Landschaft zu betrachten.
Das Treffen mit ihren Freunden bei München gefiel Elisabeth sehr, da sie sich nur einmal im Jahr persönlich sehen können und so hatten sie ein tolles Wochenende miteinander mit vielen guten Gesprächen, mal ernst, mal lustig und sie bekamen viele schöne Pferde zu sehen. Elisabeths Barock-Präsentation auf blanke Kandare verlief sehr gut, alle hatten Freude daran und so freuten sie sich über ihren ersten Platz. Aber bevor sie dies feiern konnten, wurden erst das die Pferde versorgt.
Elisabeth ging mit Huygin ein klein wenig ins Gelände zum Entspannen, natürlich nur auf Trense geritten, ehe sie sich selbst ein wenig ausruhen und auch den anderen Teilnehmern zusehen konnte. Es war ein sehr schönes, aber eben doch anstrengendes Wochenende und so genoss sie es, noch eine Nacht bei ihren Freunden verbringen und am nächsten Tag ausschlafen zu können, ehe sie ihre Heimreise in Badens schöne Hauptstadt antrat, wo ihre Stute Farinella, ihre Freunde des Sonnenhofes und nicht zuletzt auch ihre Arbeit sie erwarteten. Alles hat seine Zeit und das ist gut so.


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