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SONNENHOF - Archiv
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| Das Jahr 2010: | |
 | Die Silvesternacht verbrachten die Freunde bei Anna und Amalia, die seit einiger Zeit eine neue und geräumige Wohnung in Karlsruhe gemietet hatten, zuvor hatten sie in Langensteinbach gewohnt, wollten aber lieber in der Nähe des Stalles sein. Elisabeth, Mark und Martha waren zuvor noch nie bei ihnen gewesen und staunten über deren etwas ungewöhnliches Wohnzimmer, das eine richtige Kuschelecke mit Schafsfellen und sternförmigen Sitzkissen hat. Sie fanden es sogleich richtig gemütlich und so saßen sie die Nacht zusammen und unterhielten sich, während sich Elisabeth ein wenig ausklinkte, ausruhte und es einfach genoss, bei ihren Freunden sein zu dürfen, ohne selbst reden zu müssen.
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Anfang Januar gab es auf dem Sonnenhof das traditionelle Epiphaniasreiten, bei dem wieder einige interessante Programmpunkte gezeigt wurden. Unter anderen zeigte Bereiterin Katrin mit dem Grauschimmel Wintertraum das Freispringen, das sich besonders im Winter, wenn man wegen Glatteis nicht ausreiten kann, als nette Abwechslung für die Pferde anbietet. Monika stellte den Vollblüter Seastar vor, den ihr Freund Stefan von der Rennbahn billig gekauft hatte und den sie mit viel Geduld zu einem Freizeitpferd ausgebildet hatten. Und natürlich gab es wieder einen Programmpunkt mit den Achal Tekkinern, dieses Mal stellten Anna und Amalia die grazile Schönheit der Stute Ellara Zarina und des Hengstes Safran, beide in den tapischen goldschimmernden Jacken, die bei den ATs ganz typisch sind, vor.
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Im Januar fiel über Nacht eine große Menge Schnee und so sattelte Elisabeth am Wochenende ihre Farinella, um einen schönen Ausritt mit ihr in ihrem Lieblingsgelände zu unternehmen. Der Schnee deckte alles zu und dämpfte sämtliche Geräusche und es war wunderschön, die Stille zu genießen. Farinella liebte es, mit ihren großen Hufen durch den Schnee walzen zu können und prustete dabei vor Freude.
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 | In der zweiten Januarwoche beschäftigte Elisabeth sich mit den beiden Friesenshires Borderliner und Asperger. Auf den ersten Blick kann man beide miteinander verwechseln, denn sie sehen sich recht ähnlich, aber wenn man genauer hinsieht, erkennt man doch, dass sich Asperger deutlich von Borderliner unterscheidet.
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Später sattelte Elisabeth Asperger und ritt ihn zum ersten Mal ein wenig in der Halle. Sie verstand sich sehr gut mit ihm und fühlte sich sofort wohl in seinem Sattel und so arbeiteten sie ruhig und konzentriert miteinander.
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 | Ende der Woche kam ein neues Pferd auf den Hof. Die hübsche Fuchsstute Liona ist ein Zweibrücker Warmblut mit einem Viertel Vollblut. Mark kümmerte sich ein wenig um sie und die Stute, die nicht jeden an sich heranlässt, mochte ihn mit seiner ruhigen Art offenbar gerne und vertraute ihm gleich.
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In der folgenden Woche fing Elisabeth an, endlich mal wieder ihre Wohnung auszumisten. Es ist unglaublich, was sich im Laufe der Zeit so alles ansammelt. Sie war einige Zeit damit beschäftigt, jeden Tag ein wenig und natürlich gönnte sie sich auch genug Zeit zum Ausruhen und verbrachte einige Zeit am Computer, arbeitete an einer PowerPoint-Präsentation, bastelte an ihrer Webseite und mailte ihren Freunden.
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 | Mitte Februar kam ein neues Pferd auf den Sonnenhof, ein Barockpinto, also ein gescheckter Friesenmix, der sich sehr gut unter dem Sattel präsentierte. Elisabeth fand gleich Gefallen an dem hübschen Wallach und gab ihm den Namen Harlekin. Als sie an Fasching frei hatte, unternahm sie einen schönen Ausritt im Schnee mit ihm und trabte mit ihm durch den Stadtpark.
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Ende Februar fand sich ein neuer Bewohner auf dem Sonnenhof ein. Die Katze Minka war eines Tages da und wollte bleiben. Elisabeth hatte sie sogleich lieb und freute sich, endlich eine Katze zu haben, da sie zu Hause aus verschiedenen Gründen keine halten konnte und auch, dass sie bei Minka keine allergischen Symptome zeigte. Und so ließ sich die verschmuste Katze verwöhnen und Elisabeth tat es richtig gut. So eine Katze ist eben ein natürliches Antidepressivum.
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 | Währenddessen bereitete Katrin den Lusitano Trombeno zum Reiten vor. Sie wollte mit ihm in der Halle arbeiten und da sie Lust und Zeit hatte, flocht sie ihm auch noch Mähne und Schweif ein und versah diese mit hübschen Schleifen. Als sie fertig waren watschelten die Enten am Putzplatz herum und Trombeno betrachtete sie. Die Hausente, die bisher mit den beiden Hühnern alleine war, hatte Gesellschaft bekommen, denn Anna und Amalia hatten eine verletzte Stockente gesund gepflegt und als sie sie wieder freilassen wollten, mochte sie nicht wegfliegen und bei der Hausente bleiben. Tagsüber dürfen die Enten und Hühner frei herumlaufen und alle haben Freude an dem Federvieh, besonders die depressiven und autistischen Reittherapie-Patienten von Anna und Amalia, die sehr gut auf die Tiere reagieren und mitunter auch an Tagen kommen, an denen sie gar nicht zum Reiten angemeldet sind.
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An diesem Wochenende erfüllte sich für Elisabeth ein langgehegter Traum: Sie bekam einen Schwarzwälder Fuchs. Schon als Kind hatte sie sich bei einer Hengstparade im Haupt- und Landgestüt Marbach in die kleine Kaltblutrasse verliebt und so freute sie sich sehr über die Ankunft der Schwarzwälder Stute, die mit ihrem dunkelfuchsigen Fell und der wallenden Mähen eine richtige Schönheit ist. Cora liberata stammt auch direkt von den Marbacher Hengsten ab. Am Sonntag Nachmittag nahm sich Elisabeth Zeit, die Stute in aller Ruhe ein wenig in der Halle zu reiten, wobei sie zum Kennenlernen nicht viel von ihr verlangte und sie verstanden sich gut miteinander.
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 | Da Cora bisher nur angeritten wurde und Elisabeth sie aus gesundheitliche Gründen nicht alleine ausbilden kann und sie dazu auch gar nicht über das nötige professionelle Können verfügt, gab sie die jungen Stute bei Katrin in Beritt. Die Bereiterin des Sonnenhofes hatte schon viele junge Pferde unter dem Sattel und freute sich, auch mal einen Kaltblüter ausbilden zu dürfen. Dabei bezog sie Elisabeth mit ein und da diese am folgenden Wochenende durch das Chorwochenende, das den ganzen Samstag und den halben Sonntag ging, sehr erschöpft war, gab Katrin ihr eine besondere Reitstunde. Elisabeth sollte ganz entspannt ohne Sattel nur im Schritt reiten, wobei sie ihre Augen schließen und nur fühlen sollte. Cora war mit einem Bosal gezäumt und diese etwas andere Reitstunde sollte das Vertrauen von Pferd und Reiter stärken. Cora durfte dabei selbst die Richtung bestimmen und ihre einzige Aufgabe bestand darin, im Schritt zu bleiben. Dabei sollte Elisabeth völlig passiv auf dem Pferd sitzen und nur mit dem Antippen der Gerte das Pferd ermuntern, in Bewegung zu bleiben, sobald sie spürte, dass es langsamer wurde. Dies tat beiden gut und war zur Entspannung für Elisabeth genau das Richtige.
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Zum Frühlingsbeginn wurde es nach diesem langen Winter tatsächlich warm und mitunter sogar sonnig und schön. An diesem Wochenende bekam Elisabeth Besuch von Miguel und Kristina vom Gewann dl4mb, die natürlich ihr neues Pferd sehen wollten. Sie wollten sich zum Stammtisch mit einigen anderen Pferdefreunden treffen und so fuhren sie anschließend nach Mannheim, wo das Treffen stattfinden sollte. Obwohl Elisabeth sehr müde war an diese Tag, wurde es ein sehr netter Abend mit vielen interessanten, lustigen, aber auch ernsten Themen.
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 | Ende März hatte Elisabeth wieder ein Chorkonzert. Es sollte die Johannespassion von Bach zur Aufführung kommen und am Tag davor ritt sie mittags ihre Farinella nur ein wenig und ganz entspannt mit Halsring, da sie am Abend die anstrengende Generalprobe für das Konzert hatte und sie zu dieser Zeit wieder mehr gesundheitliche Probleme hatte, so dass das genau das Richtige war. Den Halsring hatte sie sich vor einiger Zeit gebastelt und Farinella hatte ihn völlig problemlos angenommen, zumal sie und Elisabeth einfach wunderbar miteinander harmonieren. Bis es mit Cora so weit sein wird, werden sie noch einiges an Arbeit vor sich haben und daher sattelte Katrin die Stute, um mit ihr zu trainieren. Elisabeth war wirklich sehr erleichtert, dass sie dies an die erfahrene Bereiterin abgeben konnte.
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Zu Ostern bekamen die Sonnenhofleute ein großes Paket von der Lowlandranch und darin fanden sie einen schönen Sattelschrank aus Holz. Anna und Amalia waren sofort begeistert von dem Teil und daher sollten sie den Schrank bekommen. Sie wollen alles drin aufbewahren, was sie zum Therapiereiten brauchen. Und für die Patienten, die bei der Pflege und dem Satteln der Pferde mithelfen ist es damit ganz einfach, alles zu finden, so ihr Argument. Dafür haben sie noch ein paar Blümchenaufkleber innen und außen an die Schranktüre geklebt und natürlich sogleich alle ihre Sachen eingeräumt.
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 | Elisabeth, der es in den letzten Wochen nicht gut gegangen war und ihre freie Woche genoss, bekam auch ein Geschenk, allerdings ein weniger praktisches, dafür umso hübscher anzusehendes Präsent. Eine Freundin, die sie im Autismus-Verein kennengelernt hatte, hat ihr eine kleine Schatzkiste selbst bemalt und viele kleine bunte Edelsteinchen und einige Glaskristalle hineingetan. Im Sonnenschein sind diese und die entstehenden Reflexionen wunderschön zu betrachten und Elisabeth kann sich stundenlang damit aufhalten.
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Mitte April ging es Elisabeth für einige Tage besser und so sattelte sie ihre Friesenstute Farinella für einen längeren Ausritt nach Ettlingen. Dort angekommen, staunte sie, wie schön es dort ist. Sie war jeden Tag in den letzten drei Jahren dort durchgefahren, ohne einmal auszusteigen. Direkt an der S-Bahnhaltestelle liegt ein kleiner Park, in dem die Bäume und Blumen wunderschön blühten und trotz des Wolkenverhangenen Wetters war es traumhaft, ein paar Minuten dort zu verweilen, zumal in dem Augenblick gerade der Brunnen mit seinen hübschen Parabeln angestellt wurde. Nach diesem langen Winter war es nun tatsächlich Frühling geworden.
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 | In diesem Monat arbeitete Katrin viel mit der Schwarzwälder Füchsin Cora. Es hatte sich herausgestellt, dass diese im Gelände nicht immer verlässlich war und dort gerne ihren eigenen Kopf durchsetzte und daher arbeitete die Bereiterin vorwiegend im Gelände mit ihr, denn auf dem Platz und in der Reithalle kam Elisabeth mit ihr gut zurecht. Angeregt durch Elisabeth und Farinella, die mit dem Halsring sehr gut zurechtkamen, hatte sie der Stute ebenfalls einen Halsring verpasst, um diesen zusätzlich einsetzen zu können, falls es erforderlich sein sollte. Außerdem hatte sie ihr statt der bisher verwendeten Wassertrense eine Baucher-Trense eingeschnallt und es zeigte sich, dass die Stute dieses Gebiss wesentlich besser annahm. Es stellten sich im Laufe der Zeit sichtbare Fortschritte ein und die Ausritte wurden immer entspannter, so dass Katrin auch ein wenig die schöne Frühlingslandschaft genießen konnte.
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Im April fand sich auf dem Sonnenhof eine neue Reittherapie-Patientin von Anna und Amalia ein. Es ist ihre kleine Schwester Sonja, die mit ihren Eltern nun auch nach Karlsruhe gezogen war, so dass sie nun öfter bei ihren großen Schwestern sein kann. Sie war es, weshalb beide sich für Berufe im medizinisch-therapeutischen Bereich entschieden hatten und so freuten sie sich ganz besonders, nun auch ihrer kleinen Schwester ein wenig mit ihrer Reittherapie helfen zu können. Und Sonja strahlte natürlich, als sie den Friesen Orfeo sah, auf dessen Rücken sie gleich reiten sollte, denn sie liebt Pferde schon immer, hatte aber nie daran geglaubt, dass sie jemals ihren großen Wunsch vom Reiten erfüllt bekommen sollte. Elisabeth saß beobachtend in der Nähe und freute sich für Sonja, denn sie verstand sie sehr gut.
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 | Nachdem es lange kalt und regnerisch gewesen war, wurde es am Pfingstwochenede warm und sonnig. Und so war auf dem Sonnenhof einiges los. Schon am Morgen kam Mark mit einem Begleiter, über den sein Freund Pierre die Hände über dem Kopf zusammenschlug, denn es war eine mit rosa Farbe und Glitzergel zurechtgemachter Pudel, natürlich mit passender Leine in rosa und Strasssteinchen. Mark klärte ihn aber gleich auf, dass es sich dabei nicht um seinen Hund, sondern um den seiner Tante, die für einige Zeit in Kur fahren musste, handelte. Marthas Hunde schauten etwas verdutzt auf die merkwürdig aussehende und leicht arrogant wirkende Hundedame, die übrigens zu allem Unglück auch noch den Namen "Tuffy" trägt. Als später die Anderen hinzukamen, reagierten sie ebenfalls sehr verwundert und auch etwas belustigt und so wurde an diesem Morgen viel gelacht.
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An diesem Morgen brachten Anna und Amalia wieder mal ihre kleine Schwester Sonja mit, die ganz hingerissen von Sersas Fohlen war. Ombra allerdings war noch ein wenig scheu und drückte sich eng an seine Mama. Mark, der später Elisabeth zu Hause besuchte, erzählte ihr natürlich ausführlich von den Geschehnissen des Tages. Sie war durch die Arbeit und den beiden Konzerten der Orgeleinweihung in der letzten Zeit sehr beschäftigt gewesen und brauchte dringend ein paar Tage Ruhe und außerdem waren da so einige Dinge liegen geblieben, die nun erledigt werden mussten und so blieb sie zu Hause. Ihre Freunde kümmerten sich derweil um ihre Pferde und dafür war sie sehr dankbar.
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 | Mark hatte wieder mir Barbaros ein wenig trainiert. Der junge Shirewallach war vor einigen Monaten aus schlechter Haltung heraus gerettet worden und musste ersteinmal aufgepäppelt werden, da er sehr abgemagert war. Da Kaltblüter zudem auch Spätentwickler sind, sollte er anfangs auch noch nicht gefordert werden. Aber inzwischen war er fast vier Jahre alt und es wurde Zeit, mit dem Kleinen zu arbeiten und so begannen Elisabeth und Mark mit dem Führtraining und dem Anlongieren, wobei sie auch immer wieder Abwechslung mit Pylonen, Plastikplanen, einem Regenschirm und anderen Gegenständen miteinbezogen.
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Währenddessen arbeitete Katrin mit Napoleon. Der imposante Friesen-Vollblut-Mix war vor kurzer Zeit von der Alabama-Sunshine-Farm auf den Sonnenhof gekommen und da er sehr gut ausgebildet ist und auch Spaß an der Dressurarbeit hat, sollte er unbedingt weiter gefördert werden. Katrin nahm sich daher seiner an und arbeitete mal unter dem Sattel, mal an der Hand mit ihm. Sie arbeitet nach den Lehren der alten, klassischen Reitmeister, wobei sie für Neues immer offen ist und auch gerne von bekannten Reiterpersönlichkeiten wie Barbara Heilmeyer oder Bent Branderup lernt. Auf jeden Fall hat sie auch einfach eine Begabung, mit Pferden zu arbeiten, was man immer wieder beobachten kann.
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 | In der Pfingstwoche hatte Elisabeth Ferien und da sie ständig müde war, nutzte sie die Zeit, sich ein wenig auszuruhen. Martha überredete sie zu einem gemeinsamen Ausritt und so zogen sie mit den beiden Lusitanos Aramis und Remus los. Der hübsche Falbe war vor einiger Zeit von der Lowlandranch auf den Sonnenhof gekommen und er verstand sich gleich prächtig mit Aramis. Unterwegs fanden sie eine Maschinenpistole und benachtichtigten die Polizei von ihrem Fund. Die Polizisten waren sehr dankbar für den Hinweis und kurz darauf konnten Marha und Elisabeth ihren Ausritt fortsetzen.
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Ende Mai traf sich Elisabeth mit einigen Reiterfreunden von benachbarten Höfen in Graben-Neudorf. Es war sehr schön an diesem Tage und so konnten sie einen gemeinsamen Ausritt unternehmen. Miguel vom Gewann dl4mb, Betty vom Gestüt Nachtlicht und Elisabeth warteten noch auf eine Nachzüglerin, ehe sie gemeinsam losritten. Dabei bewunderte Elisabeth die hübsche Clydesdale-Stute ihrer Freundin Betty, die ihr sehr gut gefiel. Miguel hatte die Stallkatze mit zum Ausritt mitgenommen, sie saß vor ihm auf dem Sattel und Betty las in einer Pferdezeitschrift. Eine andere Reiterfreundin, die ursprünglich auch mit auf den Ausritt mitkommen wollte, war so mit der Teilnahme am Turnier beschäftigt, das ebenfalls in Graben-Neudorf stattfand, dass sie keine Zeit fand mitzureiten und so unterhielten sie und Elisabeth sich später noch ein wenig miteinander. Einige bestaunten Elisabeths Friesen Moritz was sie sehr freute, stammte er doch aus der Sonnenhof-Friesen-Zucht. Es war für alle ein netter Nachmittag.
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 | Am ersten Juniwochenende war Elisabeth bei Freunden zum Geburtstag in Pforzheim eingeladen und so nutzte sie die Gelegenheit, mal wieder einen längeren Ritt zu unternehmen. Farinella und sie ließen sich viel Zeit an dem schönen Tag und so kamen sie auch ganz entspannt an ihrem Ziel an. Farinella durfte dort im Garten grasen, während Elisabeth sich mit leckerem Essen und Getränken verwöhnen ließ. Es war ein sehr netter Abend und da es recht spät wurde, was durchaus geplant war, übernachteten Elisabeth und Farinella bei ihren Freunden.
Am nächsten Tag kamen noch Anna und Amalia mit den beiden neuen Pferden hinzu, sie waren allerdings ein wenig flotter unterwegs, da sich der Friese und der Vollblut-Friesen-Mix als sehr lauffreudig und ausdauernd erwiesen hatten. Außerdem sollen die Friesen, die bei den Schwestern in der Reittherapie eingesetzt werden, genügend Ausgleich haben zu ihrer verantwortungsvollen Aufgabe und so ließen die Schwestern die beiden auch mal richtig fetzig galoppieren.
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Am Sonntag ritten Elisabeth, Anna und Amalia zum Kloster nach Maulbronn, wo Elisabeth einem Gottesdienst mit Chormusik beiwohnte, während Anna und Amalia mit den Pferden ein wenig rasteten. Später unternahmen Anna und Amalia einen Ausritt in die Umgebung, wo sie am Tiefen See, dem damaligen Wasserreservoir der Klosteranlage, vorbeikamen.
Das Kloster Maulbronn wurde 1147 gegründet und ist ein eindrucksvolles Dokument der Zisterzienserkultur. Es ist die besterhaltene Klosteranlage nördlich der Alpen. Im Mittelalter war es ein bedeutendes politisches, wirtschaftliches und gesellschaftliches Zentrum. Nach Einführung der Reformation wurde das Kloster 1556 in eine evangelische Klosterschule umgewandelt. Das 1807 gegründete evangelisch-theologische Seminar besteht bis heute Seit 1993 ist das Kloster Maulbronn als UNESCO-Weltkulturdenkmal in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.
Elisabeth sah sich mit Farinella ein wenig auf der Anlage um und traf dabei andere Reiter, die im Beisein ihrer Pferde Pizza aßen und die ihr anboten, sich um Farinella zu kümmern, damit sie eine Führung durch das Kloster mitmachen konnte. Dieses Angebot nahm sie natürlich sehr gerne an und so konnte sie während der Führung einige schöne Photos von hübschen Details machen. Ihre Freunde waren inzwischen mit dem Auto eingetroffen und nach der Führung luden sie Elisabeth noch zu einem leckeren Essen ein. Es war für alle ein wunderschönes Wochenende.
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 | Im Juni traf sich Elisabeth mit einigen Freunden von benachbarten Ställen. Der Treffpunkt sollte bei einer bekannten Pferdehändlerin in Bensheim sein, wo sie sich einige Pferde anschauen wollten. Es blieb aber nicht beim Anschauen, denn einige der Pferde gefielen ihnen so gut, dass sie sie kauften. Nach einem gemeinsamen Mahl unternahmen sie noch einen kleinen Ausritt in die Umgebung. Dabei ergab es sich, dass die Gruppe sich teilte, wobei sich Miguel der Westernreitergruppe anschloss, während Elisabeth und ihre Freundin Betty ein wenig Dressurarbeit mit ihren Knabstruppern machten. Bettys Pferd war ursprünglich von einer bekannten Züchterin aus den USA, die sich vor einigen Tagen erschossen hatte und so gedachten sie ihrer ein wenig. Es ist traurig, dass es immer wieder zu solch plötzlichen Suiziden kommt von Menschen, denen scheinbar keiner anmerkte, in welcher seelischen Not sie sich befanden und wie einsam sie darin waren.
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Am Tag danach durfte sich das neue Pferd des Sonnenhofes, der Clydesdale Vincent ein wenig in der Reithalle austoben. Es war eigentlich nicht geplant, ihn zu erwerben, aber Elisabeth war von ihm so begeistert, dass er in den Transporter des Gewannes dl4mb miteingeladen wurde, um den Weg nach Karlsruhe anzutreten. Miguel war so freundlich, alle zu fahren. Die anderen Reiter vom Sonnenhof waren auch sogleich begeistert von dem hübschen Kaltblüter und als so hatte er einige Zuschauer, ehe er auf die Koppel gebracht wurde, um seine Weidekumpels kennenzulernen.
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 | Am folgenden Wochenende unternahm Elisabeth mit Vincent einen kleinen Ausflug zum Garten des Vereins Autismus Karlsruhe e.V. Dort traf sie sich mit einigen Freunden zum Grillen und sie verbrachten einen schönen Nachmittag gemeinsam in dem großen und gepflegten Garten. Vincent, der sich sehr schnell auf dem Sonnenhof eingelebt hatte, genoß es sichtlich einen entspannten Ausflug in die Umgebung machen zu dürfen und da er so gelassen war, hatte Elisabeth sich auch schon nach so kurzer Zeit getraut, mit ihm alleine auszureiten. Clydesdales sind eben eine tolle Pferderasse, nicht vom Aussehen her, sondern auch wegen ihres Charakters.
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Am kommenden Wochenende fand das Viertelfinalspiel der Deutschen Mannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft statt, zu der Elisabeth mit einigen Freunden in der Geschäftsstelle des Autismus-Vereins verabredet war. Sie wollten in gemütlicher Runde, Knabbereien und Getränken gemeinsam das Fußballspiel ansehen. Da es so heiß war, flocht Elisabeth ihrer Farinella ein Mähnennetz und selbst hatte sie keine Lust, ihre Reitsachen anzuziehen, behielt ihr Lieblingskleid an und so ritt sie ohne Sattel im Schritt nach Grünwinkel. Auf dem Heimweg durch die Stadt bahnten sich Farinella und Elisabeth ihren Weg durch umherlaufende, fahrende und im Stau stehende, jubelnde Fans, denn Deutschland hatte das Spiel gewonnen. Die Polizei war zwar überall vertreten, sorgte aber nur dafür, dass es friedlich zuging, griffen aber nicht weiter ein, die Straßenverkehrsordnung war nahezu aufgehoben und so achtete niemand sonderlich auf die Friesenstute und ihre Reiterin.
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 | Mitte Juli waren Pierre, Martha, Elisabeth und Mark bei einem Vortrag einer bekannten Autismus-Expertin, der sehr interessant war und ihnen neue Sichtweisen aufwarf. Pierre konnte sich für die Veranstaltung ein Zertifikat im Rahmen der ärztlichen Fortbildung ausstellen lassen. Als die Freunde am Abend in den Stall kamen, fanden sie ein paar Geschenke von den Dancing Shadow Stables vor, über die sie sich sehr freuten. Während Elisabeth erkundete, was sie da alles geschickt bekommen hatte, ein Büchlein über Klassische Lektionen, eine Pferdezeitschrift, eine Dose Apfel-Leckerlies und eine Tüte Pfirsich-Leckerlies, entledigte Martha sich ihrer neuen Pumps. Sie hatte sich von ihnen, obwohl sie ja nur wenig zu Fuß unterwegs waren, Blasen gelaufen. Aber ihr hatten die Stöckelschuhe nunmal so gut gefallen, dass sie sie unbedingt haben musste. Elisabeth trug an diesem Tag ihr neues Kleid, das sie am Wochenende zuvor in einem Laden auf einem Turnier in der Nähe, bei dem sie mit einigen Freunden eines befreundeten Stalles als Begleitung dabei war, ganz billig erstanden hatte und ihr Schuhwerk dazu war weitaus bequemer.
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Elisabeth kann es einfach nicht lassen, sich immer wieder Bücher und Zeitschriften zu kaufen. Als sie Ende Juli auf dem Weg zum Stall war, war es wieder sehr verhängnisvoll, im großen Buchladen der Stadt zu stöbern, denn sie fand gleich einen ganzen Stapel an Literatur, die sie unbedingt haben musste. Als sie im Stall ankam empfing Mark sie sofort vor Coras Box und wollte natürlich wissen, was sie da alles an Lesestoff erworben hatte.
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 | Zum großen Pferdefest in Bensheim waren die Sonnenhofleute wieder mit ihrem kleinen Messestand vertreten. Elisabeth wurde begleitet von Martha und Pierre und sie nutzten den Tag, um mal wieder ausgiebig miteinander palavern zu können. Sie konnten auch einige Pferde und Zubehör verkaufen und dafür zwei hübsche Friesen für den Sonnenhof erstehen. Und natürlich hatten sie Gelegenheit, befreundete Pferdeleute nach langer Zeit wiederzusehen und mit diesen ein wenig zu sprechen.
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Am Nachmittag unternahm Elisabeth mit ihrer Farinella und einigen anderen Reitern einen kleinen Ausritt in die Umgebung. Es war sehr heiß und sonnig an diesem Tag und so ritten die meisten von ihnen ohne Sattel und in gemütlichem Tempo. Natürlich war auch der Ausritt eine schöne Gelegenheit zur Unterhaltung über verschiedene interessante Themen. Die Reiterin der Sunflower-Ranch freundete sich so sehr mit dem Pferd an, das sie von den Sonnenhofleuten für den Ausritt zur Verfügung gestellt bekommen hatte, dass sie es anschließend mit nach Hause nahm.
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 | Am Abend kamen alle müde nach Hause, aber sie waren auch sehr zufrieden. Natürlich mussten die Heimkehrer ihren Freunden gleich berichten, was sie alles an diesem schönen Tag erlebt hatten und so trafen sie sich in der Sattelkammer zu einem netten Ausklang des Abends. Martha zeigte allen ihre schönen Lederreitstiefel, die sie vom Gestüt Junito bekommen hatte und freute sich über die tolle Qualität dieser schönen Arbeit.
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An diesem Wochenende wurden einige Pferde des Sonnenhofes in gute Hände abgegeben und dafür kamen einige neue Pferde auf den Sonnenhof. Eines davon ist der wunderschöne Friese Mezzanotte, der sich am nächsten Tag in der Halle austoben durfte, ehe sie ihn zu den anderen Pferden auf die Koppel brachten. Auf dem Sonnenhof werden alle Pferde im Herdenverband gehalten, getrennt nach Wallachen, Stuten und Hengsten. Die Friesenhengste sind sehr umgänglich und lassen sich normalerweise sehr gut im Herdenverband integrieren.
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 | In diesem Sommer kam noch eine weitere Katze auf den Sonnenhof und beschloss, zu bleiben. Der rote Kater freundete sich sofort mit Minka an und immer wieder kann man sie beim Schmusen beobachten. Anfangs war Katerchen noch scheu, aber inzwischen kann Elisabeth ihn streicheln und wenn es Futter gibt, sind beide natürlich sofort da. Auch wenn Elisabeth im Stall ist, schleichen die beiden immer um sie herum.
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In der letzten Augustwoche holte Mark Elisabeth in der Geschäftsstelle des Autismus-Vereins ab. Sie arbeitete dort ehrenamtlich während der Ferienzeit im Büro mit und da Mark noch Urlaub hatte, ritt er mit den beiden neuen Friesen dorthin, so dass sie gemeinsam auf den Sonnenhof nach zurückreiten konnten. Mark war vor seinem Urlaub in der Firma sehr eingespannt gewesen und danach war er in Urlaub gefahren und so genossen sie es, endlich mal wieder etwas Zeit miteinander verbringen zu können.
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 | Im September wurde es wieder Zeit, ernsthafter zu arbeiten und so nahm Elisabeth wieder den Reitunterricht bei Bereiterin Katrin auf. Diese hatte den Sommer über die Schwarzwälderstute Cora in Beritt gehabt und nun sollte Elisabeth wieder mehr mit ihr machen. Sie unterrichtete sie daher auch im Gelände. Die Stute war bei ihrer Vorbesitzerin nur selten geritten worden, stand gelangweilt im Stall herum und ging im Gelände durch, was Elisabeth bei einem Ausritt in eine sehr gefährliche Situation gebracht hatte. Weggeben mochte sie sie nicht, denn sie mochte Cora ja dennoch gerne und so beschloss sie, die Stute besser in Profihände zu geben. Diese Entscheidung war richtig gewesen, wie sich bei ihren ersten Ausritten nun zeigte.
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Da das Wetter im September noch sehr schön war, trafen sich einige Reiter befreundeter Höfe zum gemeinsamen Grillen im Garten. Als Elisabeth ankam, war das Fest schon lustig in Gange. Miguel hatte das Grillen übernommen und die Mädels der Sunflower-Ranch hatten viel Spaß. Es wurde viel gelacht an diesem Abend und alle fühlten sich wohl. Es gab Salate, Steaks und Getränke, was sie sich gut schmecken ließen. Später gab es noch für jeden ein leckeres Eis.
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 | Elisabeth hatte sich ganz besonders auf ihre Freundin vom Gestüt Nachtlich gefreut, denn sie wollten schon seit einiger Zeit einen gemeinsamen Ausritt mit ihren Clydesdale-Stuten samt deren Fohlen unternehmen. Daher seilten sie sich zu Beginn des Abends für ein Stündchen ab und genossen den Ritt, bei dem sie sich auch endlich mal wieder richtig schön unterhalten konnten.
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Am nächsten Tag stellte Elisabeth ihrem Freund Mark den Shirewallach Magnus vor, der vor zwei Tagen auf den Sonnenhof gekommen war. Mark war beeindruck von der imposanten Größe des Pferdes. Aber man sollte sich nicht abschrecken lassen, trotz ihrer Größe sind Shire-Horses meist sehr sanfte Pferde, weshalb sie auch gerne Gentle-Giants genannt werden. Auch Magnus ist so ein ganz sanfter und lieber Riese, den man einfach gerne haben muss.
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 | Später ließ Mark noch die Clydesdale-Jungs in der Halle laufen, um sie aneinander zu gewöhnen. Sie sollen zukünftig gemeinsam als Herde auf die Koppel kommen und später gemeinsam vor der Kutsche laufen. Es ist schon imposant, wenn drei solche starken Pferde durch die Halle jagen. Da bebt die Erde unter den donnernden Hufen und es macht richtig Freude, diesen tollen Pferden beim Toben zuzusehen.
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Im September konnte sich Elisabeth endlich mal wieder etwas gönnen und so kaufte sie sich ein Ledersofa für ihr Wohnzimmer. Sie wollte schon lange ein gemütlicheres Sofa haben und konnte sich nun den Wunsch finanziell erfüllen. Von Freunden hatte sie zum Geburtstag dazu einen tollen Flachbildschirmfernseher geschenkt bekommen und so hatte sieihr Wohnzimmer nun richtig klasse ausgestattet.
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 | Im Septermber bekam Elisabeth auch Besuch von ihrer Freundin Betty, worauf die beiden Frauen sich schon lange sehr gefreut hatten. An dem Tag war es warm und sonnig und so konnten sie mit ihren Pferden einen kleinen Ausritt unternehmen. Betty hatte ihren wunderschönen Hengst Nachtlicht dabei und Elisabeth ritt einen der Clydesdales vom Sonnenhof. Sie schauten sich das Karlsruher Schloss an, wo sie sich auf der Terrasse einen Kaffee gönnten. Anschliend unternahmen sie einen kleinen Stadtbummel, bei dem Elisabeth ihrer Freundin einige Läden zeigen konnte, wo man tolle Sachen kaufen kann und so kamen sie denn beide nach einem feinen Essen beim Türken mit einigen neuen Dingen nach Hause.
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Betty hatte Elisabeth zwei Kaltbluthalfter mitgebracht und Elisabeth wollte zu Hause mit dem neu gekauften Material gleich zwei farblich passende Führstricke basteln. Dabei sahen sie sich einen Film von Bent Branderug und dessen schönen Pferden an und ließen es sich mit einem leckeren Eis richtig gut gehen. Und natürlich wollte Betty Elisabeths Farinella kennenlernen und so schauten sie noch bei ihr im Stall vorbei. Betty mochte die Friesenstute sehr gerne und die Katzen schlichen um sie herum. Es war ein sehr schöner Tag.
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 | Am Abend nahm Elisabeth die Kaltbluthalfter von Betty in dem hübschen Beutel, in den sie verpackt waren, mit nach Hause, um passende Führstricke zu basteln. Sie verbrachte einen gemütlichen Abend auf dem Sofa und schaute sich einige interessante Dokumentationen im Fernsehen mit dem neuen Flachbildschirmfernseher an, wähend sie zu Abend aß und die Stricke flocht. Das neue Sofa erwies sich dabei als sehr bequem und sie hatte es nun auch endlich geschafft, das Bild der Christuskirche, welches sie von Miguel zum Geburtstag bekommen hatte, aufzuhängen.
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In diesem Jahr war der zwanzigte Tag der Deutschen Einheit und zu dieser Gelegenheit hatte Mark die Freunde zu sich nach Hause eingeladen. Sie sahen sich gemeinsam die Feierstunde im Fernsehen an. Elisabeth und Martha durften es sich dabei gutgehen lassen, denn Mark und Pierre hatten das Kochen übernommen und nach einem Glas Sekt als Aperetif ließen sie sich das Essen schmecken und verbrachten anschließend gemwinsam einen gemütlichen Nachmittag. Es war ein Goldener Oktobertag und unternahmen sie zwischenrein einen kleinen Spaziergang und hatten Gelegenheit mal wieder ausgiebig miteinander zu plaudern.
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 | Am folgenden Wochenende gab es wieder das große Pferdetreffen in Bingen am Rhein, zu dem die Sonnenhofler fuhren. Annas und Amalias kleine Schwester Sonja wollte unbedingt mitfahren und sie hatte viel Spaß an dem Tag. Sie erzählte allen Interessierten am Sonnenhofstand, wie viel Spaß sie beim Therapiereiten auf den Friesen hat und ihre Schwestern mussten den Leuten gar nicht mehr viel erzählen. Auch Miguel und Kristina waren mit dabei und so hatten sie gemeinsam einen tollen Tag.
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Elisabeth war an diesem Tage eigentlich krank und hätte besser im Bett bleiben sollen, aber sie wollte es sich nicht nehmen lassen, von einem befreundeten Gestüt einen Shire-Hengst in Empfang zu nehmen und so fuhr sie doch mit. Der hübsche Shire erwies sich als äußerst umgänglich und so wollte Elisabeth natürlich gleich einen kleinen Proberitt mit ihm unternehmen. Big Ben und sie schauten sich ein wenig auf dem Veranstaltungsgelände um und genossen die Wärme des Sonnenscheines.
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 | Am Tag danach ließen sie die beiden neuen Pferde in der Halle laufen, die von Bingen mitgekommen waren. Der junge Lusitano Saudade kam ungeplant auf den Sonnenhof. Elisabeth war sehr von ihm beeindruckt und sie hatte gar nicht damit gerechnet, dass seine Besitzerin ihn jemals hergeben würde, aber diese war sehr interessiert an einem iberischen Sattelset, das am Sonnenhofstand angeboten wurde und so bot sie am Ende der Veranstaltung, sie hatten fast schon alles eingepackt, einen Tausch an, mit dem alle zufrieden waren.
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Big Ben durfte Magnus kennenlernen und die beiden Shires verstanden sich sofort sehr gut, so dass sie kurz darauf gemeinsam auf die Koppel gehen durften. Es ist sehr schön anzusehen, wenn die beiden gemeinsam über die Weide toben und Spaß miteinander haben, aber auch geradezu zärtlich einander bei der Fellpflege beknabbern.
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 | Mitte Oktober besuchte Elisabeth ihre Schweizer Freunde. An dem Tag regnete es ununterbrochen, aber sie hatten dennoch ein schönes, gemeinsames Wiedersehen. Elisabeth brachte aus der Schweiz einen riesigen Kürbis mit und wollte ihre Freunde auf dem Sonnenhof damit überraschen, aber sie war um einiges mehr überrascht von dem Schwein, das Martha und Pierre ihr bei ihrer Ankunft am nächsten Tag präsentierten. Ihre Freunde vom Gewann dl4mb hatten das Tier in einer Schuttmulde neben dem Chemiegebäude auf dem Universitätsgelände gefunden und auf den Sonnenhof gebracht. Dort gibt es ja seit einiger Zeit eine kleine Schweineherde, in der sich die arme Sau sich sicher wohlfühlen wird.
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Im November findet seit einigen Jahren zugunsten der Orgelrenovierung in der Christuskirche zu Karlsruhe ein großer Flohmarkt statt, bei dem Elisabeth und Martha am Verkaufstag mitgeholfen haben. Elisabeth betreute mit einem Chorkollegen zusammen den Technikstand und verkaufte selbst den letzten Ramsch und Martha half im Bereich Kitsch und Kunst mit. Natürlich erstanden sie auch einige Dinge für sich selbst und Pierre und Miguel vom Gewann dl4mb kamen im Laufe des Tages auch auf den Martinsflohmarkt. Miguel kaufte für Kristina ein altes Spinnrad, das er wider herrichten wollte und Pierre fand ein Kettenhemd, das er unbedingt haben musste. Als sie ihn fragte, wozu er es brauche, konnte er keine Antwort geben, er müsse es eben unbedingt haben. Elisabeth fand ein Shire-Horse-Modell und eine kitschige Weihnachtsdekoration, dazu noch ein Sammlerpony für eine Freundin. Außderdem kauften Elisabeth und Martha einige Dinge für Elisabeths Freundin, die sich gerade ihre neu bezogenen Stall einrichtete und die Teile sicher gut gebrauchen kann.
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 | Am nächsten Tag erlebten sie einen goldenen Novembertag. Das Quecksilber des Thermometers erreichte in Karlsruhe die 20-Grad-Marke und so unternahmen Elisabeth und Martha einen schönen ausritt im Stadtpark. Elisabeth hatte sich den Friesen Domino ausgesucht und Martha ritt die Marwari-Stute Anjuli, sie erst seit kurzem auf dem Sonnenhof zu Hause war. Eigentlich dürfen diese hübschen Pferde mit den Sichelohren aus Indien gar nicht nach Deutschland exportiert werden, da Indien noch als Land gilt, in dem die afrikanische Pferdeseuche verbreitet ist, aber die Stute kam über Umwege nach Deutschland. Anjuli hat eine weite Reise über Kanada, die USA und England hinter sich und sollte bei einem Liebhaber ihr Zuhause finden. Aber dieser verstarb plötzlich und seine Familie wandte sich an den Sonnenhof, ob sie das Pferd übernehmen würden. Natürlich taten die Sonnenhofleute dies gerne, haben sie doch auch einige Achal-Tekkiner, mit denen die Marwaris verwandt sind und für so eine hübsche und sensible Stute findet sich immer noch ein Plätzchen.
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Die Adventszeit verbrachte Elisabeth recht ruhig. Sie ging ihrer Arbeit nach, die sie immer sehr gewissenhaft ausübt und so war sie am Abend meist recht erschöpft und sie zog sich daher viel in ihre Wohnung zurück. Ihre Freunde vermissten sie ein wenig, denn sie hatte an den meisten Tagen keine Kraft, um noch irgendwelche anderen Dinge zu unternehmen und so blieb Vieles einfach liegen im Haushalt und selbst das Beantworten von E-Mails reduzierte sie auf ein Mindestmaß. Wenigstens schaffte sie es, ein paar Weihnachtssterne und Geschenke für ihre Freunde zu basteln und sie war dankbar, endlich eine sinnvolle Aufgabe bekommen zu haben und insofern auch zufrieden.
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 | Bei den Schwestern Anna und Amalia ging es da sehr viel turbulenter zu, denn seit sie in Karlsruhe wohnten, konnte ihre kleine Schwester Sonja sie oft besuchen und die Drei hatten viel Spaß miteinander. So fuhren sie öfter auch mal nicht mit dem Auto in den Stall, sondern per Inline-Skater und zogen Sonja im Rollstuhl einfach mit. Eine ältere Frau empörte sich denn auch sehr heftig darüber und sprach andere Passanten an, dass dies doch unmöglich sei. Aber warum sollten behinderte Menschen nicht auch Spaß am Leben haben? Und so zogen die Schwestern lustig weiter mit ihrem Rollispaß.
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Bei einem Treffen mit ihrer Freundin Betty vom Gestüt Nachtlicht kam ein weiteres Shire-Horse auf den Sonnenhof. Konrad war ein Geschenk vom Gestüt Nachtlicht, mit dem Betty Elisabeth überrascht hatte. Elisabeth freundete sich sogleich mit dem Wallach an und wollte ihn selbstverständlich auch reiten und so besorgte sie schnell ein Zaumzeug für den Riesen. An einem sonnigen Adventstag ritt sie dann per Pferd zur Arbeit. Hinter der Geschäftsstelle des Autismus-Vereines ist ein großer Sportplatz, auf dem Elisabeth eine kleine Koppel abstecken durfte, damit Konrad, während sie arbeitete, gut untergebracht war. Nach der Arbeit ging es dann wieder gemeinsam zum Sonnenhof.
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 | Am dritten Adventswochenende erledigte Elisabeth ihre Weihnachtspost und packte die Geschenke ein, die sie im Laufe der letzten Wochen und Monate für ihre Freunde besorgt und gebastelt hatte. Es erwies sich wieder mal als sehr klug, damit beizeiten anzufangen, denn sie kam somit nicht in Stress. Sie war so vertieft in ihre Arbeit, dass sie Martha und Pierre nicht bemerkte, die sich von ihr verabschieden wollten. Sie mussten nämlich noch einige Geschenke organisieren und sich dazu in die überfüllte Innenstadt drängeln. Elisabeth war sehr froh, dass sie dies nicht tun musste und konnte sich daher viel Zeit nehmen, weiter ihre Geschenke in aller Ruhe einzupacken.
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In der Woche vor Weihnachten überraschte Mark Elisabeth damit, dass er sie zu Pferde von der Arbeit abholte. Er hatte dazu die beiden Friesen Moritz und Robinie gesattelt, die es sichtlich schön fanden, im Schnee zu stöbern. Robinie war erst seit Kurzem auf dem Sonnenhof und sehr zurückhaltend. Offenbar muss die Stute in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen gemacht und sich daher zurückgezogen haben, aber Mark konnte ihr Vertrauen gewinnen und der sanfte Moritz gab ihr zusätzlich Sicherheit und so genossen sowohl die Reiter als auch die Pferden den Ritt zum Sonnenhof.
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 | An Heilig Abend standen für Elisabeth wieder das obligatorische Singen im Altenheim und im Weihnachtsgottesdienst auf dem Programm und so traf sie sich im Stall mit Mark, der sie begleiten wollte. Zuvor wollten sie sich noch um die Pferde kümmern. Im Stall stand der Hometrainer, den sie vom Gewann dl4mb geschenkt bekommen hatten und Mark wollte ihn sogleich einmal ausprobieren, während Elisabeth lieber nur zusah. Aber sie mussten sich ein wenig sputen, denn am Nachmittag hatte es heftig zu schneien begonnen, so dass sie damit rechnen mussten, dass ihr Weg länger als gewohnt dauern würde. Nach dem Gottesdienst am Abend gab es dann Lachsforelle mit Kartoffeln, Ackersalat und einen guten Weißwein, was sie sehr genossen. Elisabeth war sehr müde und seltsamerweise auch irgendwie traurig gestimmt. So feierten sie nicht sehr lange.
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Am ersten Weihnachtsfeiertag schneite es noch immer und so hatte es Elisabeth richtig schwer, durch den Schnee zu kommen, sie musste regelrecht durch den Schnee pflügen. Verständlicherweise hatte kaum jemand auf den Straßen geräumt und gestreut und die meisten Menschen waren zu Hause geblieben. Aber es half ja nichts, Elisabeth musste zum Einsingen pünktlich in der Kirche sein, schließlich hatte sie das versprochen und da sie vor lauter Erschöpfung schon die letzte Chorprobe absagen musste, wollte sie nun nicht wieder fehlen. Sie sangen eine Choralkantate von Max Reger und natürlich die beliebten Weihnachtslieder. Während des Einsingens schon war Elisabeth aber so müde, dass sie sich nicht auf den Beinen halten konnte und sich vor dem Gottesdienst noch auf der Orgelempore hinlegte. Während der Predigt nickte sie auch ein. Zum Mittagessen waren sie und Mark bei Martha und Pierre eingeladen und diese hatten das Essen schon vorbereitet.
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 | Nach dem Essen gab es eine kleine Bescherung. Pierre bekam ein Buch über Therapeutisches Reiten, Martha bekam einen messingnen Kerzenleuchter, Mark fand in seinem Päckchen ein Buch über Xenophons Reitkunst und Elisabeth bekam von ihren Freunden jeweils ein Pferdchen aus Glas. Und natürlich verteilte Elisabeth ihre obligatorischen, winzigen Fröbelsterne, die sie immer aus Geschenkband bastelt. Elisabeth durfte auf Pierres neuer Liege Platz nehmen. Eigentlich hatte er sie für seine Praxis erstanden, sie aber dann doch lieber für das Wohnzimmer genommen, denn er befürchtete, dass seine Patienten auf dieser Liege zu leicht einschlafen würden, worin er sich bestätigt fühlte, als Elisabeth nach kurzer Zeit tief und fest schlief. Auch den Rest des Weihnachtsfestes verbrachte sie meist schlafend, eine Einladung bei Bekannten in Loffenau konnte sie nicht wahrnehmen, da dort die Busse wegen des Schnees nicht mehr fuhren und ihre Stimmung war unverständlicherweise sehr gedrückt. Irgendwie war dieses Weihnachtsfest seltsam.
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Silvester
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