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SONNENHOF - Archiv |
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| Das Jahr 2008: | |
| Neujahr verbrachten die Freunde vom Sonnenhof ganz gemütlich zu Hause und am nächsten Tag war es zwar immer noch sehr kalt, der Boden gefroren, aber Elisabeth wollte ausreiten und Pierre konnte es als Mediziner nicht verantworten, sie alleine losziehen zu lassen und begeleitete sie. Mark war für einige Tage in Urlaub gefahren und Martha mußten wieder arbeiten, aber Pierre hatte seine Praxis noch bis Epiphanias geschlossen und so konnten er und Elisabeth sich bei dem Ausritt mal ganz in Ruhe unterhalten. | ![]() |
![]() | Am Abend betüddelten Pierre und seine Frau Martha Elisabeth ein wenig denn sie wollten sie nicht alleine lassen. Sie kochten sich Unmengen an Nudeln mit leckerer Tomatensauce aus dem Carepaket, das Elisabeth von einer Freundin zu Weihnachten geschickt bekommen hatte und aßen soviel sie Lust hatten. Als Nachtisch gab es später Panettone, ebenfalls ein Geschenk von einem Chorkollegen, den sie sich schmecken ließen. Sie hörten sich dabei das Magnificat und die Kantate "Christen ätzet diesen Tag" von Bach an. |
| Zu Weihnachten kam ein weiteres Barockpferd auf den Sonnenhof. Nachdem sich der Lipizzanerwallach eingewöhnt hatte wurde einige Zeit erst leicht mit ihm gearbeitet. Im Neuen Jahr aber ließ es sich Bereiterin Katrin nicht nehmen, auszuprobieren was er alles anbietet und es zeigte sich daß er ein prima Kaprioleur ist und regelrecht Freude daran hat, zu zeigen, was er kann. | ![]() |
![]() | Einige Tage später lud Ilka Elisabeth ein, mal ihren Dressurcrack Solitär zu reiten. Das ließ sich Elisabeth natürlich nicht zweimal sagen und freute sich, solch ein gut ausgebildetes Pferd reiten zu dürfen. Ilka arbeitete währenddessen mit Felix von Langensteinbach. Ilka ist ein wenig verrückt, denn ihre Kleider stimmt sie immer mit der Schabracke und den Bandagen ihrer Pferde ab und natürlich hat sie alle Sachen immer in den gerade modischen Farben. Klar, alles von Mami und Papi finanziert. Aber dennoch kann sie reiten und ist auch ganz nett und so stört sich auf dem Sonnenhof auch kaum jemand an ihrem kleinen Spleen. |
| Anfang Februar wollte Elisabeth mit dem Lusitano Iberico im Wald ausreiten und es klappte alles ganz gut als das Pferd plötzlich erschrak und sie mitten im Wald absetze und mit schlenkenden Steigbügeln und Zügel davonrannte. Elisabeth hatte ein echt blödes Gefühl, sie schaffte es nicht, hinterherzukommen und hatte Angst, daß dem Pferd etwas passiert denn in der Nähe ist eine stark befahrene Straße. Sie mußte mindestens zwei Kilometer hinter dem Pferd herlaufen, das sie schon bald nicht mehr sah. | ![]() |
![]() | Aber irgendwann erblickte sie in der Entfernung ihr Pferd, das inzwischen ein Jogger eingefangen hatte. Dieser kannte sich zum Glück mit Pferden aus, das sah sie gleich, denn er führte den Wallach fachgerecht am Zügel und half ihr noch beim Aufsteigen. War Elisabeth froh und dankbar! Weder dem Pferd, noch ihr selbst war etwas passiert und so konnten sie weiterreiten und den Heimweg zu finden war kein Problem denn auf ihren Orientierungssinn kann sich Elisabeth stets verlassen. Und so konnten Pferd und Reiterin den Abschluß des Ausrittes im Abendsonnenschein genießen. |
| Als sie am nächsten Tag ihren Freunden Pierre und Martha erzählte, was ihr passiert war und daß sie Schwierigkeiten hatte, dem Pferd zu folgen, waren sie sich einig, daß dies auf die Gewichtszunahme, aufgrund der Medikamente, die sie einnehmen musste, zurückzuführen ist und so wurde beschlossen, etwas dagegen zu unternehmen. Pierre, der Mediziner, stellte Elisabeth zuerst einmal auf die Waage um zu ermitteln, wieviel Elisabeth nun abnehmen sollte und beantragte in der Klinik Diätessen für sie und daß sie dort das Schwimmbad benutzen kann. - Abnehmen die Erste | ![]() |
![]() | Am Abend desselben Tages unternahmen Martha und Pierre mit dem Trakehner-Schecken Fliegender Holländer und dem Hannoveraner-Fuch Tschaikowsky einen schönen Ausritt. Dabei erzählte Pierre seiner Frau von dem großen Stromausfall, den es in der Woche zuvor in Karlsruhe gab. Martha hatte das nur tangential mitbekommen, denn sie war an diesem Tag auf einer Tagung und saß gerade im Zug als in Karlsruhe die Lichter ausgingen. Die ganze Stadt war ohne Strom, in manchen Stadtteilen über eineinhalb Stunden und überall in den Häusern brannten Kerzen und es liefen Leute mit Taschenlampen herum und die Stimmung war gespenstisch. Pierre hatte gerade einen Patienten in seiner Praxis und er war wohl so ziemlich der Einzige, der trotz Dunkelheit seinen Beruf weiter ausüben konnte denn als Psychotherapeut braucht er meist ja nur eine Lampe (wenn er nicht gerade seine Abrechnung mit der Krankenkasse per Computer bearbeitet), die er durch drei Kerzen ersetzte. Martha bedauerte fast, nicht dagewesen zu sein und Pierre versprach ihr, am Wochenende ein Candelite-Dinner für sie zu bereiten. Die beiden sind halt auch nach der Hochzeit noch so verliebt wie am ersten Tag... |
| Nach dem kleinen Unfall auf Elisabeths letztem Ausritt haben die Freunde beschlossen daß sie vorerst nicht alleine ausreiten darf und lieber in der Halle ein wenig arbeiten soll. Durch die Krankheit hatte Elisabeth doch wesentlich mehr von ihrer Kondition eingebüßt als sie glaubte und so sollte sie erst einmal wieder fitter werden, ehe sie wieder wilde und schnelle Ausritte wagen kann. Sie fügte sich und so trainierte sie mit Silent Sleep ein wenig in der Reithalle. | ![]() |
![]() | Mitte Februar gab es einige wunderschöne sonnige Tage und Mark schaffte es glücklicherweise einmal, früher von der Arbeit loszukommen und unternahm mit der Trakehnerin Tanzmädchen einen Ausritt. Den Winter über hatte er nicht viel Gelegenheit, auszureiten denn wenn er von der Arbeit kam, war es gewöhnlich schon dunkel und daher freute er sich, dass es mal wieder klappen sollte, zumal die Tage im Februar auch schon wieder länger sind. Der Ritt führte sie auch durch den Stadtpark und sie erregten recht schnell Aufsehen und schon nach kurzer Zeit waren Mark und die Stute umringt von einigen Kindern, die auf dem Spielplatz des Parkes ebenfalls das schöne Wetter nutzten. Sie waren ganz begeistert von dem Pferd und fragten höflich, ob sie mit ihren Handys Photos machen dürften und selbstverständlich hatte Mark nichts dagegen. Nach einem netten Geplauder ritt er weiter und genoss noch den restlichen Ausritt. |
| Ende Februar gab es in Karlsruhe wie in jedem Jahr die Händelfestspiele und die vier Sonnenhof-Freunde besuchten zusammen die Premiere von Händels Oper "Julius Caesar". Sie hatten glücklicherweise noch Karten bekommen denn die Vorstellung war ausverkauft. Es wurde ein langer Abend denn die Oper dauert vier Stunden und anschließend saßen sie noch bei einem Glas Sekt beisammen und diskutierten über die allzu moderne Inszenierung, die das Badische Staatstheater mal wieder seinen Besuchern zumutete. Und so gönnten sie es sich am Tag danach, es war ein Samstag und zugleich Händels Geburtstag, auszuschlafen und erst später im Stall zu erscheinen. Elisabeth, die es langsam leid war, immer nur in der Halle zu reiten, nutzte dies aus und machte heimlich einen Ausritt mit dem Vollblüter Fortissimo. Leider bekamen das ihre Freunde doch mit und erwarteten sie schon als sie in den Stall zurückkam und so musste sie sich von allen Dreien zürnen lassen dass sie es gewagt hatte trotz ihrer noch angeschlagenen Gesundheit alleine auszureiten. Besonders Pierre, der Mediziner, appellierte an ihr Vernunft und sie musste allen versprechen, nicht mehr so leichtsinnig zu sein. | ![]() |
![]() | Elisabeth hielt ihr Versprechen und machte nun öfter Spaziergänge mit den ruhigeren Pferden und so lief sie einmal mit dem Friesen Xerxes bis in die Innenstadt vor das Naturkundemuseum. Das war einerseits für sie gut weil sie durch die Bewegung wieder etwas Kondition aufbaute und andererseits für Xerxes, der zwar friesntypisch recht unerschrocken ist aber noch nicht alles kannte und bei dieser Gelegenheit kennenlernen konnte. Natürlich erregten Elisabeth und Xerxes die Aufmerksamkeit diverser Passanten denn in der Stadt sieht man ja nicht gerade täglich ein Pferd und schon gar nicht solch ein hübsches. |
| Anfang März überraschte Mark Elisabeth mit der Araberstute "Mozambique", die er schon einige Zeit im Auge hatte und er konnte ihrem Charme nicht widerstehen und kaufte sie dann letztlich doch. Elisabeth fand sogleich gefallen an der hübschen Stute, sie hat sowieso eine Schwäche für Fuchsstuten, und Mark versprach ihr, dass sie sie öfter reiten dürfe. Das sollte sie auch ein wenig ablenken von dem schlimmen Ereignis, das zu dieser Zeit seinen schatten über den Sonnenhof warf. Elisabeths langjähriger Freund Ulrich, der so viele Jahre als treue Seele auf dem Sonnenhof gewirkt hatte, war auf einer Reise mit seiner Freundin Evi Ballmann tödlich verunglückt. Er hatte sich ja dieser Freundin wegen, die keiner so recht leiden konnte, auf dem Sonnenhof in den letzten Jahren sehr rar gemacht aber dass er nun gar nicht mehr kommen sollte, betrübte sie zutiefst. Außerdem beschlossen die Freunde, dass sie den Reitunterricht für die Kinder aufgeben würden. Es sind einfach nicht genug freie Kapazitäten da, um ihnen gerecht zu werden, zumal es in der Nachbarschaft noch genug Höfe gibt, auf denen Reitunterricht für Kinder angeboten wird. Dafür wurde beschlossen, sollten einige Boxen an private Einsteller vermietet werden und so wurde es weniger turbulent auf dem Sonnenhof, was allen sehr recht ist. | ![]() |
![]() | Mitte April machte sich in Badens schöner Hauptstadt endlich der Frühling mit einigen schönen Tagen bemerkbar. Zuvor war es ständig nass und kalt, die Wege waren alle matschig und standen teilweise unter Wasser, so dass Ausritte in dieser Zeit nicht so vergnüglich waren. Aber irgendwann geht der längste Winter vorbei und so konnte Mark am Wochenende mit seiner Stute Mozambique endlich einen schönen Ausritt machen, was beiden sichtlich gefiel. Die Vögel zwitscherten unf das erste zarte Grün war zu sehen. |
| Auf dem Heimweg kamen sie an der Koppel vorbei, wo Elisabeth, die sich völlig unbeobachtet fühlte, mit den Pferden stand. Sie litt immer noch sehr unter dem Verlust ihres Freundes Ulrich, was sie zwar nicht sagte, aber jeder merkte es ihr deutlich an. Sie hatte Mühe, ihren Pflichten nachzukommen und zog sich sehr zurück. Aber offenbar konnten die Pferde sie ein wenig aufheitern. | ![]() |
![]() | Ende April kam der langersehnte Frühling endlich richtig mit Wärme und Sonnenschein. Es war eine Freude bei diesem schönen Wetter Ausritte zu unternehmen und da es inzwischen auch am Abend länger hell war, waren Ausritte nun nicht nur am Wochenende möglich, sondern auch nach der Arbeit am Abend. Mark überredete Elisabeth, die sich immer noch nicht dazu aufraffen konnte, etwas zu tun, mit ihr einen ruhigen Schrittausritt ohne Sattel zu unternehmen. Dazu wählten sie die Stute Echoklang und den Wallach Löwenherz, der ein besonders sanftes Wesen hat und für eine angefochtene Seele genau das Richtige ist, aus. Der Ausritt tat Elisabeth gut, auch weil sie mit Mark in Ruhe über ihre Gedanken sprechen konnte. |
| Ende April kamen einige Sachen vom Versandhaus Loesdau auf dem Sonnenhof an und alle waren ganz begeistert von den Sachen. Natürlich mussten sie sofort ausprobiert werden und so war es in der Reithalle sehr turbulent. Martha probierte die neuen Stalldecken aus und Pierre und Mark wollten einen kleinen Parcours mit den neuen Stangenauflagen und Stangen aufbauen. Sie waren sich dabei allerdings nicht ganz einig und so nahm Elisabeth auf der einen Stangenauflage erst mal Platz und betrachtete das bunte Treiben... | ![]() |
![]() | Am ersten Mai hatten alle frei und ließen es sich gut gehen, endlich konnten sie mal wieder schön lange ausschlafen. Die Pferde durften auf die Koppel und keiner hatte wirklich Lust, ernsthaft etwas zu arbeiten bis auf Katrin, die sich den neuen Lusitano Uranus vornahm und mit ihm arbeitete. Der schöne Schwarzbraune ist ein prima Dressurpferd und sie hatte richtig Freude beim Reiten. |
| Mitte Mai konnte Elisabeth für ihren Silent Sleep ganz tolles Sattelzeug einer bekannten und guten Sattlermeisterin erwerben. Sie bekam es aus zweiter Hand und damit recht günstig und sie freute sich dass es in excellentem Zustand bei ihr ankam. Der Vorbesitzer hatte es nur einmal verwendet und es passt ihrem Pferd perfekt. Natürlich musste sie die Neuerwerbung gleich ihrem Pferd "anziehen", ihren Freunden zeigen und es danach dann sogleich ausprobieren. | ![]() |
![]() | Ende Mai entschied Pierre, dass sich Elisabeths körperliche Verfassung so weit gebessert hat, dass sie wieder alleine ausreiten durfte und so sattelte sie den Araber, der vor einiger Zeit auf den Sonnenhof gekommen war und der sich als sehr nervenstark erwiesen hatte. So konnte Elisabeth mal einen Ausflug zum Haydnplatz unternehmen, der im Sommer immer sehr besonders schön aussieht und zum Verweilen einlädt. Es war warm, aber nicht heiß und so stieg sie ab und ließ den kleinen Rappen ein wenig grasen, ehe sie wieder nach Hause ritt. |
| Am ersten Juniwochenende wollte Elisabeth ihrem Rinalodo ein neues Halfter kaufen. Die Auswahl war so groß, dass sie sich nicht entscheiden konnte und so kaufte sie gleich drei schöne Halfter, die sie ihm natürlich sogleich anprobieren musste. Aber auch da konnte sie sich nicht entscheiden, welches der drei Halfter ihrem Rinaldo am besten steht. Außerdem hat er ja schon einige Halfter vorher besessen und so gibt es auf dem Sonnenhof wohl kein Pferd, das so viele Halfter hat, das ist Elisabeths kleine Schrulle. Aber damit schadet sie ja keinem und daher lächeln die anderen Sonnenhofler nur darüber und sie selbst lacht mit. | ![]() |
![]() ![]() | Am ersten Juniwochenende fand wieder das Depri-Foren-Treffen in Bern statt, bei dem Elisabeth unbedingt wieder dabei sein wollte. Trotz ihrer Tonsillitis, auf die sie keine Rücksicht nahm, hat sie dort mit ihren Freunden Gespräche geführt und gesungen und allen hat dieses Wochenende sehr gut gefallen. Dieses Mal ging es schon freitags los und alle genossen den Abend mit gutem Essen und Musik. Am Samstag gab es eine Führung durch die schöne Berner Innenstadt inclusive Turmbesteigung im Berner Münster und sie erlebten auch den Fußball-EM-Trubel mit den vielen gutgelaunten Fans. Dennoch zogen sie es vor, zum Singen und Meditieren in die Altkatholische Kirche zu gehen. Elisabeth hatte auf Wunsch ihrer liebsten Freundin unter den Schweizern das Schubert'sche Ave Maria einstudiert und sang trotz ihrer angeschlagenen Stimme zur Freude aller auch noch einen Bachchoral. Am Abend saßen wieder alle beieinander und es gab viele gute Gespräche. Den Sonntag nutzte Elisabeth für einen kleinen Ausritt mit der Stute Regenwolke in die Umgebung und genoss die Aussicht auf Köniz bei Bern, ehe sie sich alle voneinander verabschieden und wieder nach Hause fahren mussten. |
| Ende Juni überraschte Martha Elisabeth mit einem neuen, kleinen Messestand. Sie hatten ein Jahr zuvor den großen Messestand des Sonnenhofes auflösen müssen, da Elisabeth aus gesundheitlichen Gründen dieser zusätzlichen Belastung nicht mehr gewachsen war und die Freunde nicht genug Zeit aufbringen konnten, ihr die Arbeit abzunehmen. Martha schlug vor, es noch einmal zu versuchen, allerdings mit einem anderen Konzept: Klasse statt Masse. Es soll nun nicht mehr ein Riesensortiment mit vielen Artikeln angeboten werden, sondern qualitativ hochwertige Einzelstücke. | ![]() |
![]() | Die Fußball-EM ging in diesem Sommer nicht ganz an den Sonnenhofleuten vorüber. Obwohl Elisabeth kein Fußballfan ist, befestigte sie eine Deutschland-Flagge an ihrem Fahrrad; was die Autofahrer können, kann sie schließlich auch. Mark hatte sich ebenfalls zwei Flaggen gekauft und Stefan, der ehemalige Jockey, und Pierre konnten es nicht lassen, selbst einen Fußball herumzukicken, unter den belustigten Blicken der anderen. |
| Ende Juni kam eine neues Pferd auf den Sonnenhof. Der hübsche Fuchs-Trakehner 'Johannes' hat ein sehr ruhiges Gemüt und so war es für ihn keine Schwierigkeit, sich schnell im neuen Stall einzugewöhnen. Er ließ sich von Elisabeth satteln und zäumen als kennten sie sich schon seit Jahren und auch beim Reiten in der Halle war er so gelassen, dass sie schon bald mit ihn kleinere Ausritte in die Umgebung unternehmen konnte. | ![]() |
![]() ![]() ![]() | Johannes machte sich auch im Gelände so gut, dass Elisabeth schon bald auch einen größeren Ausritt mit ihm unternehmen konnte. Am letzten Juniwochenende konnte sie sich ein wenig entspannen und sich zurücklehnen, ihre Noten in der Reha waren sehr gut ausgefallen und das vorläufige Zeugnis hatte auch den Kostenträger zufriedengestellt, so dass dieser ihre Ausbildung, die sie im Anschluss machen wollte, bewilligt hatte und als sie freitags die Zusage bekam, war sie sehr erleichtert und so nahm sie sich ganz spontan vor, mit Johannes zur Chorprobe ihres Gastchores zu reiten. Eigentlich hatte sie ja geplant, wie immer mit der S-Bahn und zu Fuß dorthin zu kommen, aber warum nicht mal zu Pferde zur Chorprobe reiten, besonders wenn man ein so ruhiges und sicheres Pferd hat? Das Wetter war optimal, nicht zu heiß und es ging ein angenehmer, erfrischender Wind und so nutzte sie diese schöne Gelegenheit und ließ die eigentlich geplanten Arbeiten liegen, diese konnte sie ja auch noch am nächsten Tag erledigen, man lebt schließlich nicht zum Putzen und man sollte Prioritäten setzen. Sie sattelte also Johannes und ritt mit ihm ganz entspannt in ihr Lieblingsgelände, wo sie zwischenrein eine kleine Rast einlegten, ehe sie sich ganz gemütlich auf den Weg zur Chorprobe machten. Es gefiel ihnen beiden so gut, dass sie ganz die Zeit vergaßen und eine Viertelstunde zu spät zur Chorprobe kamen. Aber ein akademisches Viertel ist ja noch tolerierbar und die Chorleiterin und die Chorsänger freuten sich über ihr Erscheinen. Johannes durfte während der Probe und der anschließenden kleinen Geburtstagsfeier der Chorleiterin im angrenzenden Garten des Gemeindezentrums grasen und den Heimweg legten sie ganz bequem im Pferdeanhänger zurück, denn Mark war so nett, sie beide am Abend abzuholen. |
| Am letzten Tag des Monats wurde Elisabeth das Endzeugnis ihres Rehakurses ausgehändigt und zur Feier des Tages holte Mark sie mit den Araberstuten Galeena und Eisblume am Klinikum ab. Sie hatte immer davon gesprochen, dass sie sich mal die Ruine der St.-Barbara-Kapelle in der Nähe der Klinik ansehen wollte, hatte es aber nie geschafft, dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen. Und so überraschte Mark sie mit den Pferden, um dorthin zu reiten. Er hatte ganz zünftig auch zwei Deutschlandflaggen mitgebracht, die deutsche Fußballmannschaft hatte am Tag zuvor zwar das Endspiel nicht gewonnen, war aber doch immerhin zweiter bei der Fußball-EM geworden. Die Kapelle wurde im Jahre 1330 erbaut und ist heute als Ruine begehbar. Man kann sogar den Turm besteigen, dort wurden nachträglich für diesen Zweck eine Wendeltreppe eingebaut, und so erklommen Mark und Elisabeth diesen um die schöne Aussicht auf Karlsbad-Langensteinbach zu genießen. Nachdem sie sich alles angesehen hatte, traten sie den Heimritt an. | ![]() ![]() |
![]() ![]() | Auf dem Sonnenhof war schon einige Zeit ein Pferd, mit dem keiner zurecht kam, es stellte sich heraus, dass es vom Verkäufer verbotenerweise sediert wurde und sich daher zuerst ganz ruhig und friedlich zeigte. Aber nach einiger Zeit ließ die Wirkung des Sedativums nach und so zeigte sich, dass das Pferd sich alles andere als als Reitpferd für normalbegabte Freizeitreiter eignete. Es ließ sich kaum satteln und sobald der Reiter aufgestiegen war, begann es zu buckeln und zu steigen. Es wurden ein Tierarzt und ein Sattler hinzugezogen, aber sie befanden das Pferd für gesund und auch der Sattel passte ihm gut, so dass die Gründe für das Verhalten des Tieres wohl in seinen bisherigen Erlebnissen mit seinen Vorbesitzern herrühren mussten. Daher beschlossen die Leute vom Sonnenhof, dass das Pferd wieder verkauft werden solle, an jemanden, der ein Händchen für solch ein schwieriges und wohl traumatisiertes Pferd hat. Es fand sich nach einiger Zeit auch eine neuer Besitzer, der über genug Fähigkeiten und Kenntnisse verfügte, um mit solch einem Pferd zu arbeiten und das war für alle Beteiligten die beste Lösung. Bis dahin nahm sich die Bereiterin Katrin des schwierigen Pferdes ein wenig an und mit viel Geduld, schaffte sie es, sein Vertrauen zu gewinnen und ein wenig mit ihm zu arbeiten. |
| Mitte Juli konnten die Sonnenhofleute für Bekannte, die sich einen kleinen Laden einrichten wollten, einem Supermarkt zwei nagelneue Einkaufswagen abkaufen. Eigentlich sollten die Wagen sogleich verpackt und versandt werden, aber Stefan, der jederzeit seine Späße treibt und immer auf neue Ideen kommt, wollte ein Einkaufswagenrennen veranstalten und verfrachtete kurzerhand seine Freundin in einen der Wagen und forderte Pierre und Martha auf, sich zu beteiligen. Die beiden waren von der lustigen Idee sogleich begeister und los ging es. Da soll man noch mal jemand sagen, Akademiker können keinen Blödsinn machen. Elisabeth, Mark, Ilka und deren Vater sahen belustigt dem wilden Treiben zu und hofften, dass die Einkaufswagen heil blieben, denn eigentlich gehörten sie ihnen ja gar nicht... | ![]() |
![]() ![]() | Im Rahmen der Reha sollten Elisabeth und die anderen aus ihrer Gruppe einen Tag auf dem GATE, dem Großen Abenteuer-Turm-Ettlingen, http://www.gate-ettlingen.de/, verbringen. Sie war ja sehr skeptisch und mochte erst nicht hingehen. Aber sie hat sich dann doch darauf eingelassen und es war eine tolle Erfahrung. Anfangs sollten sie kleinere Übungen am Boden machen, wo Teamwork gefragt war. Danach wurde es dann spannend und Elisabeth hatte am lautesten gesagt, dass sie das nicht machen würde, aber es packte sie dann doch der Ehrgeiz. Alle bekamen ein Klettergeschirr und Helm und sollten auf einen Turm klettern und von da auf einem Baumstamm balancieren, der in 7 m Höhe recht angebracht war. Natürlich wurde sie dabei mit einem Seil abgesichert durch die Betreuer. Elisabeth hatte immer gedacht, sie hätte Höhenangst und dennoch ist sie ganz locker hochgestiegen und über den wackeligen Baumstamm gelaufen, als hätte sie das schon öfter gemacht. Klar, sie ging mit ein wenig wackeligen Knien, aber sie es geschafft. Sie konnte sogar runterrufen, dass jemand ein Photo von ihr macht. Hinunter ging es dann, indem sie sich ins Geschirr fallen ließ und abgeseilt wurde und auch das hat sie entgegen anfänglicher Skepsis hinbekommen. An diesem Tag hat sie einen großen Sieg über sich errungen, gegen jegliche Bedenken, Ängste und Befürchtungen hatte sie es geschafft, sich zu überwinden und etwas zu tun, was sie sich niemals zugetraut hätte. |
| Im Juli war es einige Tage richtig kalt und auch windig. Aber rechtzeitig zu beginn der Schulferien wurde das Wetter wieder sonnig und warm und Stefan unternahm mit seiner Freundin Monika einen Ausritt und zeigte ihr das schöne Gelände rund um den Sonnenhof. Monika reitet ab und zu bei Amateurrennen mit, wo sie Stefan, der ebenfalls gerne auf der Rennbahn anzutreffen ist, kennenlernte. Irgendwan brachte Stefan sie dann mit auf dem Sonnenhof, wo sie sich sogleich sehr wohl fühlte und nun öfter dort reitet und im Stall mithilft. | ![]() |
![]() ![]() | Ende Juli begannen endlich Elisabeths Ferien und so konnte sie ihre Brieffreundin besuchen, die sie im Jahr zuvor zum ersten Mal persönlich getroffen hatte. Sie hatten sich schon zehn Jahre lang immer wieder gegenseitig Briefe geschrieben (der erste Kontakt kam über eine Anzeige in einer Pferdezeitschrift zustande) und so war es eine riesige Überraschung, als Elisabeths Brieffreundin sie zusammen mit ihrem Freund ganz spontan in Langensteinbach besucht hatte und sie einluden, sie mal zu besuchen. Inzwischen hatten die beiden geheiratet, einen kleinen Sohn bekommen und waren eine glückliche kleine Familie geworden und so machte sich Elisabeth auf den Weg, um sie alle zu besuchen. Sie ritt auf dem Andalusier Bhendus und genoss die wunderschöne Landschaft. Im Stall ihrer Freunde angelangt, wurde Bhendus abgesattelt und durfte auf eine der vielen Koppeln um zu grasen und sich auszuruhen, während die Freunde sich viel zu erzählen hatten und dabei auch etwas Leckeres aßen. Es war für alle ein wunderschöner Tag. |
| Am letzten Juliwochenende konnte Elisabeth endlich ein wenig ausspannen, was auch dringend nötig war, denn in der letzten Zeit hatten sie ihre vielen Pflichten doch wieder sehr mitgenommen und so war sie froh, dass sie für ihre Ferientage nicht viel geplant hatte und viel ausschlafen und sich auf ihrem Balkon entspannen konnte. Martha stattete ihr an diesem Tage einen Besuch hab und bestaunte das neue Mikrowellengerät, dass Elisabeth von einer Bekannten geschenkt bekommen hatte. Eine Freundin hatte Elisabeth einige Tupperschüsseln voll vorgekochtem Essen geschenkt, weil Elisabeth in ihren Ferien nicht in der Klinik essen würde und die Freundin sich sicher war, dass sie sich in dieser Zeit nicht wirklich anständig ernähren würde, und da war die neue Mikrowelle natürlich eine prima Ergänzung. Elisabeth rührt in ihrer Küche nämlich kaum etwas an, da sie nicht die Kraft hat zum Kochen und hinterher wieder alles aufzuräumen, und isst daher nur Brot, Käse und Obst. Aus diesem Grunde hatten ihre Freunde ihr auch den Balkon so schön mit den Pflanzen hergerichtet, denn in den beiden Jahren zuvor hatte Elisabeth das ebenfalls nicht geschafft. Auch der Balkonteich war wieder reaktiviert und voller Pflanzen. | ![]() ![]() |
![]() | In diesem Sommer bekam die Dressurreiterin Ilka von ihrem Vater einen weiteren Dressurcrack spendiert, mit dem sie kurz nach seiner Ankunft sogleich zu trainieren begann. Sie wollte mit Walido, dem hübschen Hannoveraner-Fuchswallach unbedingt noch in dieser Turniersaison an einigen Turnieren teilnehmen. Natürlich wurde sie dabei wieder von ihrem stolzen Papa trainiert und schon nach kurzer Zeit konnte sich ihre gemeinsame Arbeit sehen lassen. Nicht zu erwähnen braucht man, dass auch für Walido Schabracken und Bandagen in passenden Farben zur Standardausrüstung gehören, die selbstverständlich auf das Oberteil der Reiterin abgestimmt werden... |
| Elisabeth ritt indes in der anderen Reithalle den neuen Andalusier, der Ende Juli noch auf den Sonnenhof gekommen war und alle waren in dieses schöne Tier sofort verliebt. Der Hengst zeigte aber auch nur wenig Hengstmanieren und ist im Umgang sehr angenehm, so dass man mit ihm in aller Ruhe arbeiten kann, selbst wenn Stuten mit in der Reithalle sind. Und so ließ es sich Elisabeth trotz der immensen Hitze und Schwüle dieses Sommers nicht nehmen, ihn zu reiten, wobei sie meist unter der Anleitung der Bereiterin und Reitlehrerin Katrin ritt und sowohl vom zweibeinigen als auch vierbeinigen Lehrmeister viel lernen konnte. | ![]() |
![]() | Am ersten August, es war ein Freitag, konnte Mark mal wieder ein wenig früher aus der Firma nach Hause kommen und Pierre hatte in der Ferienzeit weniger Patienten und so konnten die Beiden mal einen richtigen Männerausritt unternehmen. Mark hatte sich Flake und Pierre Cisco ausgewählt. Pierre wollte unbedingt mal im Westernstil ausreiten und holte sich aus der Sattelkammer einen Westernsattel und zog sein kariertes Hemd an. Nur Jeans mochte er nicht, da zog er doch seine Reithose und die Stiefel vor, weil er sich nicht an den Jeansnähten wundreiten mochte. Außerdem hatte er keinen Westernhut. Aber diese Stilbrüche taten der Freude aber keinen Abbruch und so legten sie unterwergs auch einen flotten Galopp ein. |
| Aber neben all diesen Vergnügungen will auch die nötige Hausarbeit erledigt werden und so raffte sich Elisabeth auf, auch diesen Pflichten nachzukommen und wusch ihre Wäche und putze, wo es eben nötig war. Dabei kann man allerdings eine gemütliche Pause einlegen, besonders wenn man Ferien hat und kein Zeitdruck zum zügigen Arbeiten mahnt. Und so ließ sich Elisabeth Zeit und genoss es, die Tage ihrer Ferien weitgehend ohne Uhr verbringen zu können. | ![]() |
![]() | Nachdem die Männer einen Männer-Ausritt unternommen hatten, wollten die Frauen natürlich auch einen Frauen-Ausritt unternehmen und so trafen sich Martha und Elisabeth zum gemeinsamen Ausritt. Als Ziel hatten sie sich das Schloss zu Karlsruhe und den Schlossgarten gewählt und dort konnten sie auch mal ein wenig flotter unterwegs sein. Während Mercurius schon galoppierte, war Indigo noch im Trab. Der junge Friese tut sich mit dem Galopp noch ein wenig schwer, wie das bei Friesen anfangs so üblich ist. Aber Indigo gibt sich viel Mühe, reagiert auf feine Hilfen und mit ein wenig Geduld und Zeit wird er sicherer werden und Spaß am Galoppieren finden. Und natürlich gab es wieder viel zu Erzählen. |
| An ihrem Geburtstag hatte Elisabeth ihre engsten Freunde eingeladen und sie saßen lange beisammen und ließen es sich gut gehen. Elisabeth hatte schön ausgeschlafen und den Tag ganz gemütlich zu Hause verbracht, während ihre Freunde sich im Stall um die Pferde kümmerten. Am Nachmittag kamen sie dann mit vielen Leckereien und da das Wetter schön war und die Sonne herauskam, konnte sie das ausnutzen und auf dem Balkon feiern. Als es dämmerte, feierten sie bei Kerzenschein weiter. | ![]() |
![]() | Irgendwie mögen alle Hunde Elisabeth gerne und so ergab es sich, dass der kleine schwarze Hund, den Martha und Pierre als Spielgefährten für die Dalmatinerhündin Contrepoint aus dem Tierheim geholt hatten, einen ganzen Abend bei Elisabeth saß und sich von ihr streicheln ließ, als die Freunde in der Sattelkammer saßen und sich unterhielten. Später ist der Kleine auf ihrem Schoß glatt eingeschlafen. |
| In ihren Ferien konnte Elisabeth einige schöne Ausritte unternehmen und dabei ritt sie an einem schönen Tag mit der Stute Maiblume nach Grünwettersbach, wo ein großer Fernmeldeturm steht. Dort traf sie sich mit einem Freund, der ihr den Turm zeigen wollte. Maiblume durfte auf einer angrenzenden Koppel weiden und Elisabeth und ihr Freund bestiegen den Turm. Dabei konnten sie den größten Teil des Weges ganz bequem mit den Aufzug zurücklegen. Der Funk- oder Fernmeldeturm (FMT) in Grünwettersbach ist das am höchsten reichende Gebäude der Stadt Karlsruhe. Im Jahre 1968 wurde der 144 Meter hohe Turm auf dem Edelberg gebaut. Der Fuß des Turms selbst steht auf 320 m ü. M. So konnten sie in knapp 100 m Höhe auf der Aussichtsplattform die schöne Aussicht auf Karlsruhe und die Umgebung genießen. An diesem Tag war es recht windig, aber dafür war die Sicht relativ klar und sie konnten das Straßburger Münster sehen und am Horizont konnten sie Mannheim und Ludwigshafen ausmachen. Das war ein tolles Erlebnis, vor allem da sich Elisabeth ohne Symptome von Höhenangst auf dem Turm bewegen konnte und den Nachmittag genießen konnte. | ![]() ![]() |
![]() ![]() | Am 16. August 2008 gab es eine partielle Mondfinsternis, zu deren Beobachtung Mark und Elisabeth auf die Sternwarte fuhren. Die Sternwarte wird von der Astrononmischen Vereinigung Karlsruhe betreut, in der Elisabeth schon seit 20 Jahren Mitglied ist. Es waren viele Besucher da und die Mitglieder des Vereines erklärten den Besuchern, wie eine Mondfinsternis entsteht und ermöglichten den Interessierten, einen Blick durch das Fernrohr und Feldstecher auf den Mond und andere interessante Himmelsobjekte, wie den Jupiter mit seinen vier Galileischen Monden, zu werfen. Elisabeth und Mark hatten ihre Kameras dabei und versuchten sich mit afokaler Photographie des Mondes mit Hilfe eines kleinen Fernrohres und ihrer Digitalkamera und genossen auch einfach den ganz einfachen Blick mit den Augen auf das Himmelsschauspiel. Natürlich haben sie sich auch mit den anderen Amateurastronomen mal wieder ausgiebig über verschiedene Astronomiethemen unterhalten und für alle war es ein sehr schöner Abend. |
| Anfang September konnte Mark für seine Araberstute Mozambique einen original arabischen Zaum erstehen und natürlich wollte er diesen sogleich seinem Pferd anprobieren und damit ausreiten. Elisabeth hatte Lust, ihn begleiten und sattelte dafür ihre geliebte Almirena und so unternahmen sie einen schönen Ausritt mit den beiden Stuten. Natürlich waren Mark und Mozambique mit ihrem neuen Set für die Passanten ein richtiger Blickfang und sie wurden gefragt, ob Fasching oder sonst irgend eine außergewöhnliche Begebenheit sei. Aber warum sollte man sich nicht auch an einem ganz normalen Tag mit schönen Dingen umgeben und diesem damit etwas Besonderes verleihen? Viel zu selten holt man die Guten Sachen aus dem Schrank und begnügt sich stattdessen mit den Alltagssachen. Und so genossen sie es, sich an dem schönen Zaum zu erfreuen. | ![]() |
![]() | Mitte September hatte Elisabeth mal wieder einige gesundheitliche Probleme. Zu ihrer Erkrankung, die ihr zu diesere Zeit wieder mehr zu schaffen machte, gesellten sich noch ein eingeklemmter Ischiasnerv und eine beginnende Arthrose hinzu, so dass sie unter Schmerzen durch die Gegend humpelte, aber keine Rücksicht darauf nahm und weiterhin radfahren, schwimmen und reiten wollte. Dabei bemerkte sie aber eine Schwäche im linken Bein, besonders beim Leichttraben, und so wurde sie von Mark ermahnt, es nicht zu übertreiben. Nach ein wenig anstrengender Arbeit in der Halle ließ sie die sanfte Stute Almirena eine schöne Schrittrunde im Wald gehen, um sich ein wenig zu entspannen. |
| An diesem Wochenende kam die Stute Arabella auf den Sonnenhof zurück, die einige Zeit auf einem befreundeten Hof gestanden war um dort im Unterricht eingesetzt zu werden. Sie ist eine gute vierbeinige Lehrmeisterin und so hatte sie den Reitschülern viel beibringen können. Inzwischen war die Andalusierstute vom Apfelschimmel reinweiß ausgeschimmelt und ihre Mähne war noch weiter gewachsen. Als Elisabeth sie begrüßen wollte, ruhte sie sich gerade ein wenig in ihrer Box aus so setzte sich Elisabeth einfach zu ihr und beide genossen die Ruhe. | ![]() |
![]() | Am letzten Septemberwochenende wurde das Wetter traumhaft warm uns sonnig, ein richtiger Goldener Herbst. An diesem Wochenende war Elisabeth eingeladen, mit dem Chor, in dem sie immer im Sopran aushilft, zu einer Wanderung eingeladen und es war ein wirklich wunderschöner Tag, den alle genossen. Mark verbrachte diesen Tag mit seinem Pferd Sympathicus und sie ließen sich viel Zeit. Dabei genossen sie die Ruhe im Stall. Seit sie den Schulbetrieb aufgegeben hatten, war es auf dem Sonnenhof viel beschaulicher geworden und alle waren sich sicher, dass dies die richtige Entscheidung gewesen war. |
| Anfang Oktober fuhren Martha und Elisabeth mit ihrem kleinen Messestand nach Bingen auf ein Turnier. Sie trafen sich mit den Reiterinnen eines befreundeten Hofes und schon nach kurzer Zeit gesellten sich die Leute der Shilo-Ranch hinzu und da Elisabeth und Martha nicht am Turnier teilnahmen, hatten sie genug Zeit, ausgiebig miteinander zu plaudern. Später unternahmen sie einen kleinen Ausritt in die Umgebung und sie genossen das wunderschöne Wetter, welches die Farben des Herbstes so schön leuchten lässt. Es war eine bunte Truppe, Englischreiter und Westernreiter, die wunderbar miteinander harmonierten. Am Mittag aßen sie die zuvor bestellte Pizza, die sehr gut schmeckte und danach besuchte Martha die Leute der Shilo-Ranch, der Okandada-Ranch, einige andere bekannte Pferdeleute an deren Ständen und sie machte auch die Bekanntschaft neuer Pferdefreunde uns sie führten interessante und Gespräche miteinander. Später besuchte noch Barbara von der Okandada-Ranch mit der ständig rutschenden Brille, die sie dauernd wieder hochschieben muss, den Sonnenhofstand und schaute sich dort um. Elisabeth war indes von Martha zu einer Ruhepause genötigt worden, damit sie sich nicht überanstrengt und so ruhte sie sich aus und hörte dabei schöne Orgelmusik von César Frank und Charles-Marie Widor mit ihrem MP3-Player. Allen hat der Tag in Bingen sehr gut gefallen und sicher werden sie im nächsten Jahr wieder dabei sein. | ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |
![]() | Martha und Elisabeth brachten zur Überraschung von Mark und Pierre zwei Pferde aus Bingen mit. Ein Rapparaber, mit dem sie schon länger geliebäugelt hatten und ein falbfarbener Achal Tekkiner, in den sich Elisabeth regelrecht verliebt hatte und den sie unbedingt mitnehmen wollte. Der Achal Tekkiner, ein recht großer und kräftiger Vertreter seiner Rasse, hat den für diese Pferde tpischen goldfarbenen Schimmer im Fell, der besonders im Sonnenlicht wunderbar zur Geltung kommt. |
| Natürlich wollte Elisabeth den Achal Tekkiner unbedingt reiten und als sie am kommenden Wochenende Zeit und Ruhe dafür hatte, ging sie mit dem hübschen Pferd auf den Reitplatz. Die anderen Reiter waren im Wald ausreiten oder in der Reithalle und damit hatte Elisabeth den Reitplatz fast die ganze Zeit für sich alleine. Es war ein besonders schöner, sonniger und warmer Nachmittag. So hatte sie Platz und Ruhe, sich vorsichtig an dieses nervige Pferd heranzutasten und schon nach einiger Zeit kamen die beiden gut miteinander klar und arbeiteten konzentriert und man sah, dass sie beide Freude daran hatten. So merkten sie gar nicht, wie die Zeit verging und erst als es dämmerte, sehr schnell kühl wurde und der Mond hervorkam, stieg Elisabeth vom Pferd. Natürlich wurde der hübsche Achal Tekkiner nach dem Reiten bestens versorgt und bekam Heu und Karotten zur Belohnung und als alle Arbeiten im Stall erledigt war, ging Elisabeth mit ihren Reiterfreunden eine Kleinigkeit essen und sie besprachen ihre Erlebnisse dieses Tages. | ![]() ![]() |
![]() | Schon seit einiger Zeit war auf dem Sonnenhof eine kleine Friesenstute, in die Elisabeth sich besonders verliebt hatte. Sie mochte Marlies vom ersten Tag an, da sie sie sah und offenbar beruhte dies auf Gegenseitigkeit, denn die Stute bleibt bei Elisabeth immer liegen, wenn sie die Stalltüre offnet, während sie bei den anderen Reitern immer gleich aufstpringt. Sogar bei ihren Besitzern steht sie gleich auf, aber bei Elisabeth, die sich dann einfach gerne zu ihr setzt, ist das etwas anderes. Es ist ein großer Vertrauensbeweis, den sie ihr damit entgegenbringt und Elisabeth ist sich dessen bewusst und genießt das. |
| Ende Oktober wurde das Wetter so schlecht, dass die Sonnehofleute wieder auf die Reithalle angewiesen waren. Es regnete ständig, die Böden draußen waren nass und matschig, hinzu kam noch das im Regen glitschige Laub, so dass man dort nur im Schritt vorankam und zugleich nass wurde und fror. Außerdem wurde es nun wieder früher dunkel und so war die Hallensaison schneller gekommen, als erwartet. Daher arbeitete Katrin, die gerne jede Gelegenheit nutzt, mit den Pferden draußen zu sein, in der Halle mit der Stute Arabella. Sie hatte ein kleines Weihnachtsreiten geplant und so wurde es Zeit, mir den Vorbereitungen dafür zu beginnen. | ![]() |
![]() | Pferde kommen und gehen in einem Reiterleben und das ist auch auf dem Sonnenhof so. Es stehen einfach nicht unbegrenzt Platz und Arbeitskräfte zur Verfügung, um allen Pferden wirklich gerecht zu werden und so mussten einige Pferde verkauft werden. Es ist einfach besser, man trennt sich von einigen der Lieblinge, statt dass sie darunter zu leiden haben, dass eben die Kapazitäten erschöpft sind. Und so traten Sachenkönig und Arabärchen die Reise in die Schweiz zu einem befreundeten Hof an, auf dem sie es gut haben würden. Zuvor durften durften sie sich noch einmal in der Reithalle ein wenig bewegen, ehe es los ging. |
| Aufgrund des anhaltend schlechten Wetters durften sich die Pferde in der kleinen Reithalle, die nun ja nicht mehr für den Schulbetrieb gebraucht wird, tummeln und Elisabeth, die in dieser Woche frei hatte und der es nicht gut ging, genoss es, einfach bei den Pferden zu sitzen. Es waren Stunden des stillen Friedens. | ![]() |
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | Am ersten Novemberwochenende besuchten Martha und Elisabeth eine Pferdemesse. Sie konnten der LS ganz gelassen entgegentreten, denn sie waren nicht als Teilnehmer, sondern nur als Richter und mit ihrem kleinen Messestand dabei. Die Veranstaltung war bestens organisiert und die Veranstalter hatten sich viele Gedanken gemacht, um den Teilnehmern einen schönen Tag zu bereiten. Gleich zu Beginn erstand Elisabeth sich ein neues Modellpferd. Martha betreute vor allem den Stand und Elisabeth widmete sich dem Richten. Dennoch hatten sie genug Zeit, neben der Schau mit alten und neuen Bekannten zu plaudern und sich alle Pferde anzusehen und so bestaunte Elisabeth einen wunderschönen Andalusier, der ihr sehr gut gefiel. Martha hatte sich mit drei Reitern befreundeter Höfe verabredet. Sie wollten in der Umgebung einen kleinen gemeinsamen Ausritt unternehmen und so trafen sie sich alle am vereinbarten Treffpunkt mit ihren Pferden. Das Wetter war für ihre Unternehmung traumhaft schön und so genossen sie die schöne Landschaft im Sonnenschein. Als Martha in den Stall zurück kam, wurde sie Zeuge einer Fohlengeburt, bei der sich schon einige Zuschauer und Helfer versammelt hatten. Solch ein unvergessliches Ereignis erlebt man nur selten und so genoss sie dies. Später kam eine Reiterin mit ihrem Pony am Messestand vorbei und informierte sich über ein Sattelkissen. Ihr Pony ist ein braves Tier, für das sie kein Halfter benötigt, es blieb einfach brav stehen. Kurze Zeit danach allerdings zeigte sich, dass das brave Pony auch ein Bengel sein kann, denn es ging im Sonnenhofstand auf Entdeckertour und verursachte dabei ein wenig Unordnung und so mussten Martha und seine Besitzerin es wieder einfangen. Währenddessen holte Elisabeth ein neues Pferd für den Sonnenhof bei dessen Züchter ab. Die Kladruberstute Romana mit ihrer sympathischen "Gurkennase" ging auch gleich ganz vertrauensvoll mit ihr mit. Von einem Pferd dieser Rasse hatte Elisabeth schon einige Jahre geträumt und sich nun diesen Traum erfüllen können und sie mochte die Stute von Anfang an sehr gerne. Martha bekam indes noch weiteren Besuch an ihrem Stand und es ergaben sich dabei viele Gelegenheiten für nette Gespräche. So waren sich Martha und Elisabeth einig, dass der Tag gelungen gewesen war und dass sie im nächsten Jahr gerne wieder auf die SBL fahren werden. |
| Am nächsten Tag unternahm Elisabeth mit ihren Gastgebern, bei denen sie netterweise übernachten durfte um sich nicht dem Stress der An- und Abreise am Schautag aussetzen zu müssen, einen kleinen Ausritt. Es war sehr neblig an diesem Tag, sie konnten nicht weit sehen, was aber der Guten Laune keinen Abbruch tat, die Hunde sprangen fröhlich um die Reiter herum, und so genossen sie die letzten Stunden, ehe Elisabeth wieder nach Hause fahren musste. Ghirap, der Rapparaber, der erst seit einigen Wochen auf dem Sonnenhof zu Hause ist, zeigte, dass er ein richtiges Verlasspferd und prima Freizeitpartner ist. Er stammt eben aus der guten Marbacher Araberzucht. | ![]() ![]() |
![]() | In der Woche nach der SBL hatte Elisabeth viele anstrengende Chorproben für das anstehende Konzert, in dem das Requiem von Verdi zur Aufführung kommen sollte und daher konnte sie nicht so viel auf dem Sonnenhof bei den Pferden sein. Aber Martha hatte in dieser Woche Urlaub und kümmerte sich um die Pferde und auch um kleinere Reparaturen. So nahm sie sich auch ein Gamaschenset einer Freundin vor, das vom Hersteller ab Werk schlampig gearbeitet war und daher auseinanderfiel, so dass Martha sie komplett nachnähen musste. Pierre schaute ihr dabei interessiert zu. |
| In der Woche nach dem großen Chorkonzert, bei dem das Requiem von Verdi aufgeführt wurde, war Elisabeth sehr erschöpft und musste sich einige Tage etwas Ruhe gönnen. In dieser Zeit ritt sie nicht oft und zog es dabei vor, ganz gemütlich durchs Gelände zu bummeln, wobei sie in die Dunkelheit kamen, was ihr aber nichts ausmachte. Am Totensonntag stand nur ein kleiner Gottesdienst mit einigen kleinen Motetten verschiedener Meister an und am Nachmittag arbeitete sie ein wenig mit der Kladruberstute Romana in der Halle. Sie arbeiteten ruhig und konzentriert und so waren Pferd und Reiterin danach sehr zufrieden. | ![]() |
![]() | Am letzten Novemberwochenende war es zwar kalt, aber dennoch schön und so brachte Mark den Friesen Fridolin mit dem Pferdeanhänger nach Langensteinbach, so dass Elisabeth nach getaner Arbeit anstatt mit der S-Bahn zu fahren mit dem Pferd nach Hause reiten konnte. Langensteinbach ist ein Ortsteil der Gemeinde Karlsbad und liegt am Nordrand des Schwarzwaldes und so hatten sie teilweise felsige Wege am Abhang zurückzulegen. Aber mit so einem gelassenen Pferd wie einem Friesen, ist das kein Problem. Die Geschichte Langensteinbachs kann bis ins Jahr 1197 zurückverfolgt werden. Im 18. Jahrhundert war es als Kurort und Fürstenbad berühmt. Markgraf Karl Wilhelm von Baden, der Stadtbegründer Karlsruhes, errichtete 1719 dort ein Badegebäude, nachdem später die Gemeinde Karlsbad benannt wurde. Und so ritt Elisabeth von Karlsbad nach Karlsruhe. |
| Am zweiten Advent sang Elisabeth in einem Konzert die ersten drei Teile des Weihnachtsoratoriums von Bach und da sie gerade mit einem Infekt zu kämpfen hatte, verordnete ihr der Arzt Ruhe und so blieb sie zu Hause und ruhte sich auf dem Sofa aus. Währenddessen erklärten sich Monika und Stefan bereit, sich in diesem Jahr um das adventliche Schmücken im Stall zu kümmern. Bevor sie anfingen, sortierten und sichteten sie zuerst einmal, was sich im Laufe der Jahre so alles an Advents- und Weihnachtsschmuck angesammelt hatte und sie holten aus dem Wald eine große Menge Tannengrün, so dass alle Leute des Sonnenhofes auch etwas davon nach Hause in ihre Wohnungen mitnehmen konnten. Während Monika die Adventskränze mit neuen Kerzen versah, kämpfte Stefan mit der Lichterkette. | ![]() |
![]() | In der Woche vor Weihnachten kam noch ganz überraschend ein neues Pferd auf den Sonnenhof. Es ist ein recht großer Lusitano-Hengst mit der schönen Fellfarbe Cremello. Nachdem er sich ein wenig in seinem neuen Stall eingewöhnt hatte, wurde er an einem Vormittag von Katrin gesattelt und durfte ein wenig zeigen, was er kann. Er präsentierte sich sehr schön und Katrin war sehr mit ihm zufrieden. Sie hatte noch kein eigenes Sattelzeug für ihn, aber es wurde schon am Vortag ein Termin mit dem Sattler vereinbart, um dem hübschen Hengst einen Sattel anzupassen. |
| Am Morgen des Heiligen Abends herrschte auf dem Sonnenhof betriebsame Geschäftigkeit. Alle hatten etwas zu tun, um die letzten Vorbereitungen für das Fest zu treffen und die Pferde zu versorgen. Mark half dem Pfleger beim Ausmisten, Pierre baute die Weihnachtskrippe im Stall auf, Elisabeth machte mit ihrer Lieblingsstute Bellis perennis einen kleinen Ausritt und Martha öffnete das letzte Türchen des Adventskalenders, während ihre Hunde Contrepoint und Jo um sie herumspielten. Schon am frühen Nachmittag wollten sie mit allen Arbeiten fertig sein, denn Elisabeth musste im Altenheim und abends in der Kirche singen und Martha wollte dem Kirchendiener behilflich sein, denn es sollte ein außergewöhnliches Weihnachtsfest werden, da die Kirche derzeit renoviert wurde und der Gottesdienst im Gemeindesaal stattfand. Mark wollte seine Familie besuchen und Pierre hatte indes vor, das Abendessen, Lachsforellen mit Kartoffeln, zuzubereiten. Eingekauft hatten sie schon an den Tagen zuvor, was sie alles benötigen würden, so dass keiner Stress hatte und alle die Stunden genießen konnten. | ![]() |
![]() | Am ersten Weihnachtsfeiertag versah Elisabeth wie in jedem Jahr im Festgottesdienst ihren Dienst als Chorsänger. In diesem Jahr sangen sie zwei schöne Motetten von Andreas Hammerschmidt und danach traf sie sich mit ihren Freunden im Stall. Sie wollten endlich mal wieder alle gemeinsam ausreiten, was in den Tagen und Wochen davor nicht realisierbar gewesen war ob der vielen verschiedenen Pflichten, die sie alle hatten. Und so genossen sie den Ausritt, für den sie sich vier Friesen ausgesucht hatten. Es war zwar kalt und sehr windig, aber trocken und als sie zwischenrein einen kleinen Galopp einlegten, bebte die Erde. |
| Am Abend war Elisabeth sehr erschöpft von den Anstrengungen der letzten beiden Tage. Sie hatte zwar nur schöne Dinge getan, aber auch diese bedürfen eben der Kraft, besonders, wenn man sie auch gut und schön machen möchte und da Elisabeths Belastbarkeit nicht zum Besten bestellt ist, war es dringend nötig, ein wenig auszuruhen. So genoss sie es, in ihrem Wohnzimmer auf dem Sofa zu liegen und ein wenig fernzusehen, wobei sie zwischenrein auch einnickte. | ![]() |
![]() | Am zweiten Weihnachtsfeiertag konnten Elisabeth und Martha ausschlafen, während die beiden Männer sich bei Mark trafen, um gemeinsam zu kochen. Es sollte Weihnachtsgans mit Kartoffeln, Rotkraut, Knödeln und Salat geben und so machten sie sich an die Arbeit. Sie hatten sie auch zur vollsten Zufriedenheit erfüllt, denn allen schmeckte es phantastisch. Nachdem sie gemeinsam die Küche aufgeräumt hatten, machten sie es sich richtig gemütlich mit Tee und Weihnachtsplätzchen, wobei sie sich angeregt über viele Dinge unterhielten. So ließen sie gemeinsam das schöne Weihnachtsfest ausklinge. |
| Ende Dezember stellte Stefan seiner Freundin Monika sein neues Pferd vor. Er hatte den Vollblüter von der Rennbahn ganz billig gekauft, nachdem er ihn dort schon einige Zeit kannte und lieb gewonnen hatte. Er wollte schon immer ein eigenes Pferd haben und da er nie flüssig ist, war dies eine super Gelegenheit, denn er hatte von seiner Oma zu Weihnachten eine kleine Finanzspritze erhalten und holte sich den Wallach auf den Sonnenhof. Und er zeigte auch gleich, dass das Klischee vom irren Vollblüter nicht stimmen muss, denn er hatte sich schon längst mit dem hübschen Fuchs angefreundet und machte allerhand Blödsinn mit ihm. | ![]() |
![]() | Am Silvesterabend gingen die vier Freunde Pierre, Martha, Mark und Elisabeth in das alljährliche Silvesterkonzert. Es fand in diesem Jahr aufgrund der Renovierungsarbeiten in der Christuskirche in der Markuskirche statt. Es kamen Werke von Mendelssohn, Haydn und anderen Komponisten zur Aufführung, darunter das wunderbare g-moll-Orgelkonzert von Händel. Auf dem Heimweg mussten sie sehr aufpassen, denn es hatte auf den gefrorenen Boden geregnet und so war es auf den Straßen und Wegen sehr glatt und es war sehr kalt. Bei Mark machten sie es sich dann zusammen inm warmen Zimmer gemütlich und unterhielten sich über verschiedene Dinge. Elisabeth war an diesem Abend sehr still, aber daran störten sie sich nicht und genossen den schönen Abend. |
| Zum Jahreswechsel wünschten sie sich alle ein gutes Neues Jahr, Mark öffnete den schon bereitgestellten Sekt, die Hunde liefen aufgeregt umher, Elisabeth beobachtete still. Danach betrachteten sie das Feuerwerk. Selbst mochten sie nicht herumzündeln, das überließen sie lieber ihren Nachbarn. Mark erklärte dabei, wie ein Feuerwerkskörper funktioniert und wie und warum die bunten Farben zustandekommen. Chemiker sehen die Welt nun mal ein wenig anders als andere Menschen. Elisabeth suchte derweil eine schöne Musik-CD mit dem Adagio von Barber aus. So saßen sie noch eine Weile zusammen. | ![]() ![]() |
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