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SONNENHOF - Archiv
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| Das Jahr 2006: | |
| Zum Jahreswechsel gönnten sie sich einen Sekt und hörten die 3. Suite aus der Wassermusik von Händel an. Eigentlich wollten sie ja die Feuerweksmusik anhören, aber Martha erwischte aus Versehen die falsche CD, was ihnen aber nichts ausmachte, im Gegenteil, sie passte viel besser zur Stimmung dieser Nacht. Und natürlich erfreuten sie sich an den Flammenfärbungen der Alkali- und Erdalkalimetalle beim Feuerwerk, das die Nachbarn zahlreich abbrennen ließen, und waren sich einig darüber, daß Bunsen, der Begründer der Spektralanalyse, seine wahre Freude daran hätte. Sie plauderten bis tief in die Nacht. Dabei stellten sie in geisigen Höhenflügen die dollsten Theorien auf, ob man z.B. eine Bach-Fuge als Fraktal, also in Form von komplexen Zahlen darstellen könne etc. und sie regten an, das Buch "Gödel, Escher, Bach, ein Endloses Geflochtenes Band", das thematisch hierzu bestens passt, endlich mal zu lesen. |  |
 | Einge Tage später trafen sie sich nochmals bei Martha und verfielen wieder in interessante Gespräche über diverse Themen und hätten dabei beinahe die Zeit vergessen, denn Elisabeth mußte zur Chorprobe, die sie nicht versäumen durfte weil mal wieder ein Konzert geplant war...
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| An einem Tag im Januar hatten einige Freundinnen von Elisabeth einen gemeinsamen Ausritt geplant. Es war wunderbar sonniges Wetter, aber eiskalt und so zog sich Elisabeth mehrere Schichten an Kleidung an. Neben ihrem neuen Schal, ein verspätestes Weihnachtsgeschenk von Mark, hängte sie sich ihre zweckentfremdete Decke um, die sie schön wärmte und so konnte es losgehen. Sie ritt Marks Pferd Sympathicus und hatte Riko, den Hund einer Freundin, den Elisabeth ab und zu in Pflege hat, dabei. |  |
 | Die Freundinnen ritten bunt durcheinander und munter quasselnd durch das verschneite Gelände und hatten viel Spaß miteinander. Dabei wurde ausführlich erörtet, daß man eine verstopfte Toilette nicht mit einer Reitgerte, sondern besser mit einem Pümpel entstopfen kann und es wurde entsprechend viel gelacht. Aber das Hauptthema waren selbstverständlich die Pferde und die jungen Frauen fanden es prima, mal ohne diverse Männer, welche natürlich auch Gesprächsthems waren, unterwegs zu sein, denn in solch eine Frauenrunde hätten diese auch nicht wirklich gepasst.
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| Einige Tage danch war die Toilette verstopft und Elisabeth hatte einen ganzen Vormittag nichts getrunken, damit sie nicht drauf muß. Sie hat versucht, mittels mehrmaligem Spülen das Problem zu lösen, was aber nicht funktionierte. NaOH war auch keines greifbar um eine chemische Lösung zu erzielen. Also nahm sie eine Reitgerte und stocherte damit in der Sanitärkeramik herum, was leider auch erfolglos blieb und Entsetzensrufe bei Katrin, die hinzugekommen war und die Hände über dem Kopf zusammenschlug, auslöste. Völlig verzweifelt fragte Elisabeth, was sie denn tun könne, woraufhin Katrin antwortete, daß es schade wäre, daß sie keinen Plümpel (Plöppel, Pümpel, Klostampfer oder wie auch immer dies Ding heißt...) hätte. Aber sicher habe sie so ein Gerät und sie hatte es jahrelang erfolgreich zum Entstopfen von Waschbecken eingesetzt. Aber sie wäre doch niemals auf die idee gekommen, das bei einem Klo einzusetzen. Nach diesem Hinweis probierte sie das also aus und in Windeseile war eine Toilette wieder voll einsatzfähig und Elisabeth war erleichtert in zweierlei Hinsicht... Nun ja, später wurde dann ausführlich darüber gelacht, Akademiker: wehe, wenn sie losgelassen! |  |
 | Gleitzeit ist eine feine Sache und besonders toll sind die Freitage, wo die Kernzeit schon zur Mittagszeit beendet ist und so trafen sich Mark und Elisabeth zu eine schönen Winterausritt. Es war eisig kalt und neblig, so daß die Bäume dick mit Rauhreif belegt waren. Aufgrund der Bodenverhältnisse, es war überall eisig und glatt, konnten sie allerdings nur im Schritt reiten und so unternahmen sie einen Ausritt durch die Stadt. Sie kamen am Kongresszentrum vorbei und stellten dabei fest, daß sie sich dort vor Jahren fast schon einmal begegnet wären. Elisabeth hatte nämlich dort im Brahmssaal zwei Konzerte mit dem Chor gesungen und Mark war in einem der beiden Konzerte, jenem mit Beethovens Neunter Symphonie, als Zuhörer. Man sagt, die Welt sei klein und irgendwie ist in diesem Spruch ein Funken Wahrheit enthalten...
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| Elisabeth hatte mal wieder einen Fahrradunfall.
Sie fuhr einen Radweg entlang, als da ein Auto in eine Einfahrt hineinfuhr ohne zu schauen und sie daher frontal mit dem Auto kollidierte. Dabei hatte sie sich Hämatome auf der ganzen linken Seite und eine heftige Prellung der linken Schulter zugezogen. Das Rad blieb dabei intakt und sie ist dann weitergefahren (erstaunlich, wie weit einen da das ausgeschüttete Adrenalin noch bringt!), nachdem der Autofahrer sie beschimpfte daß sie besser hätte gucken sollen. Leider war Elisabeth so schockiert, daß sie nicht gewieft genug war, die Polizei zu rufen oder sich wenigstens die Autonummer zu merken. Im Stall angekommen hatte sie dann einen Kreislaufkollaps mit einen üblen Blutdruckabfall. Mark, der gerade anwesend war, leitete Erste Hilfe, indem er Elisabeth in der Sattelkammer auf den Boden und ihr die Füße auf einen Hocker legte und eine Flasche Wasser organisierte. Eine Dreiviertelstunde später ging es ihr denn auch wieder besser, wenngleich die Schulter so übel schmerzte, daß sie diese am liebsten gar nicht mehr bewegen mochte. Auf weitere Radfahrten und Reiten verzichtete sie an diesem Tage jedenfalls... |  |
 | Am nächsten Tag saß Elisabeth schon wieder auf dem Fahrrad und sie ließ es sich auch nicht nehmen, zwei Tage später wieder zu reiten. Dabei ließ sie sich nicht helfen, das Pferd selbst zu putzen und zu satteln, wenngleich ihre Schulter immer noch üble Schmerzen bereitete, da hat sie denn doch ihren Stolz. Lediglich das Nachgurten schaffte sie nicht ohne Hilfe, aber das Reiten selbst ging ganz gut.
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| Mark ritt Mandenero, der sich normalerweise nicht von Männern reiten lässt, er muß als Jungpferd damals auf der Rennbahn wohl schlimme Erfahrungen mit Männern gemacht haben. Aber der ruhige Mark schaffte es, das Vertrauen dieses lieben Pferdes zu gewinnen. |  |
 | Viele Pferde mögen Mark, der so unscheinbar wirkt, aber über viel Sensibilität verfügt. So mag ihn auch das Pony, das von einem befreundeten Stall zur Pflege auf dem Sonnenhof weilte. Wegen ihrer verletzten Schulter mußte sich Elisabeth bei der Pferdepflege ein wenig zurückhalten und so übernahm Mark kurzerhand die Betreuung des Ponys.
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| Zum Weltgebetstag 2006 wurde Elisabeth gefragt, ob sie in ihrem Gastchor mitwirken würde und dieser Bitte kam sie natürlich sehr gerne nach. Das Thema dieses Gottesdienstes war 'Afrika - Zeichen der Zeit' und so kam die Afrikanische Nationalhymne zur Aufführung. Zur Überraschung Aller, es war erst zwei Tage zuvor beschlossen worden, wurde der gesamte Gottesdienst von einem Fernsehteam des SWR3 gefilmt und in den Abendnachrichten kam denn ein schöner Bericht so daß sich die Mitwirkenden später selbst im Fernsehen anschauen konnten. Nach dem Gottesdienst gab es reichlich Kuchen und Kaffee und alle freuten sich über diese gelungene Veranstaltung. |  |
 | Die Bereiterin Katrin arbeitet viel mit den jungen Pferden und dazu gehört auch die ruhige Arbeit am Kappzaum.
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| An einem schönen sonnigen Tag im März kamen vom Gut Birkenhof einige Reiterinnen mit ihren Pferden auf dem Sonnenhof um bei Katrin eine Reitstunde zu nehmen. Ihr Unterricht ist einfach genial und so wollten die jungen Frauen auch einmal in diesen Genuß kommen und waren hocherfreut über diese tolle Unterrichtsstunde. Katrin gibt viele kleine aber nützliche Hinweise und Tips, hat dabei sehr viel Geduld mit den Schülern und den Pferden und ist dabei selbst so bescheiden, so daß am Ende der Stunde jeder für sich etwas dazugelernt und kleine Glücksmomente im Sattel erlebt hatte. |  |
 | Am nächsten Tag gab es eine Überraschung, denn Martha brachte ihren Freund Pierre mit und stellte ihn den Anderen vor. Die beiden hatten sich im Internet kennengelernt. Es ist ja schon ein wenig abstrus, da treib man sich in den Weiten des www herum um dann Menschen kennenzulernen, die in derselben Stadt leben und genau dies war bei Martha und Pierre der Fall. Nach längerem Kontakt über ein Internetforum und einem ersten persönlichen Treffen war beiden klar, daß sie wie füreinander geschaffen sind.
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| Ende März trafen sich die Reiterinnen des Birkenhofes, des Stalles Akhetaton und des Sonnenhofes zu einem gemütlichen kleinen Ausritt. Sie waren sich anfangs nicht ganz sicher, wohin sie reiten sollten, fanden aber dann recht schnell ein hübsches Gelände für ihren Ausflug. |  |
 | Dabei hatte Elisabeth mal keine Lust zum Satteln und setzte sich nur mit Decke aufs Pferd, leichtsinnigerweise ohne Helm. Aber die Stute Almirena ist sehr verlässlich und passt liebevoll auf ihren Reiter auf und so konnten sie die ersten Sonnenstrahlen dieses Frühlings richtig genießen und auch die Serotoninproduktion konnte in Gang kommen.
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| Wieder auf dem Sonnenhof angekommen, erzählte Elisabeth Mark von dem Ausritt und zeigte ihm die hübsche Decke, die sie den Freunden abgekauft hatte und die Almirena sehr gut steht. |  |
 | In der darauffolgenden Woche ärgerten sich die Sonnenhofleute langsam über den immer mehr wachsenden Müllberg aufgrund des nun schon seit Wochen währenden Streikes, vor allem weil er bei den nun im Frühjahr ansteigenden Temperaturen nicht mehr nur optisch nicht gerade eine Zierde darstellt sondern auch zum olfaktorischen Problem wird.
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| Anfang April hielt nach dem langen und kalten Winter endlich der langersehnte Frühling Einzug und so unternahmen Mark und Elisabeth an einem Freitagnachmittag, an dem netterweise viele Firmen ihren Mitarbeitern ermöglichen, früher nach Hause zu gehen, einen wunderschönen Ausritt. Das Wetter war prächtig, die Sonne wärmte schön und so genossen sie diesen Tag. Mark hatt sich für diesen Ausritt Flake ausgesucht und Elisabeth ritt Alcina, in die sich sich regelrecht verliebt hatte. Neben vielen langen Schrittstrecken konnten sie die Pferde auch mal richtig galoppieren lassen und das gefiel sowohl den Reitern als auch den Pferden. |  |
 | An Ostern unternahm Elisabeth nach dem Singen in der Kirche in den Ostergottesdiensten einen kleinen Wanderritt nach Baden-Baden. Hierzu nahm sie den Fuchsaraber mit, der seit einigen Tagen auf dem sonnenhof steht. Der Araber soll auf den Baden Classics im Mai verlost werden, muß bis dahin aber natürlich bewegt werden und so wird er bis dahin ganz normal wie alle Sonnenhofpferde geritten und darf selbst verständlich auch auf die Koppel.
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| Der Ritt führte sie parallel der ICE-Strecke am Bahnkilometer 106,4 bei Heel vorbei und weiter ging es nach Bühl wo sie dann per Zug den Heimweg nach Karlsruhe antraten. Für solch eine Unternehmung war das Wetter übrigens prächtig, weder zu kalt, noch zu warm und wolkenverhangen, so daß ihnen nicht allzuviele Osterspaziergänger in die Quere kamen. |  |
 | Eigentlich hatte Elisabeth damit gerechnet, Ostern alleine feiern zu müssen, alle Anderen waren bei ihren Familien eingeladen und entsprechend unterwegs. Aber dann überraschte Mark sie im Stall als sie von ihrem Wanderritt zurückkam. Er war einfach früher nach Hause zurückgekehrt und am Ostermontag waren sie bei Pierre und Martha zum Brunch eingeladen. Freunde sind halt mindestens so wichtig wie Familie, wenn nicht gar noch mehr...
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| Für kurze Zeit war auf dem Sonnenhof ein Andalusischer Hengst eines befreundeten Hofes zu Gast und Elisabeth ließ es sich nicht nehmen, mit ihm einen kleinen Ausritt zu machen. Die Grandezza dieser Rasse ist einfach umwerfend und vor lauter Begeisterung vergaß Elisabeth mal wieder ihren Reithelm... |  |
 | Ende April hielt der Frühling nach diesem langen Winter wirklich Einzug in Badens schöner Hauptstadt und so hatte Elisabeth mal wieder Lust vor der Kulisse des Schlosses zu reiten. Dazu sattelte sie Different Beat, den chiquen Oldenburgerhengst aus dem Gestüt Moorredder.
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| Später war sie mit zwei Reitern vom Stall Akhetaton zum Ausritt verabredet. Zuvor hatten sie diverse Erlebnisse mit einigen Passanten, einige sprachen sie an weil sie die Pferde photographiern wollten, andere fragten nach dem Weg und ob sie die Pferde mit ihren Fresbee-Spiel irritieren würden. Am lustigsten war aber eine Frau in schwarzer Lederkleidung, die ihren Mann am Halsband mit einer Kette mit sich führte und sich dabei von einer Photographin, ebenfalls in Lederkleidung, photographieren ließ. So hatten sie auf ihrem anschließenden Ausritt viel zu erzählen und zu lachen. |  |
 | Den Osterbrunch hatten alle noch in schöner Erinnerung und so beschlossen Elisabeth, Martha, Mark und Pierre, daß sie sich nicht nur zu Ostern zum Frühstück, sondern öfter treffen wollten und an einem der folgenden Wochenenden setzten sie dies in die Tat. Pierre kramte dabei sein altes Mikroskop heraus, das er während des Studiums gebraucht hatte und Elisabeth mußte es sogleich am Frühstückstisch ausprobieren, typisch Wissenschaftler halt...
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| Zu den Baden Classic im Mai 2006 kam Carina vom Gestüt Moorredder zu Besuch und am Morgen der Veranstaltung waren alle bei Pierre zum Frühstück eingeladen. Pierre freute sich über die beiden Bilder von Sigmund Freud, die Carina im als Geschenk mitgebracht hatte. Eine Woche zuvor hätte dieser seinen 150. Geburtstag gefeiert. |  |
 | Die Polizeireiterin des Birkenhofes wollte eigentlich mit ihrem Schimmel ein Schaubild präsentieren aber leider lahmte ihr Pferd und so bekam sie vom Sonnenhof ein Pferd zur Verfügung gestellt. Mark und Elisabeth waren denn auch sichtlich stolz daß Caesar und seine Reiterin so erfolgreich waren.
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| Mark und Elisabeth betreuten den Stand des Sonnenhofes und freuten sich, als später Pierre und Martha auf einen kleinen Plausch vorbeikamen. |  |
 | Carina blieb nach diesem schönen Tag noch eine Weile bei Elisabeth zu Besuch und so unternahmen die beiden Frauen einen kleinen Ausflug zum Karlsruher Schloss bei schönstem Wetter. Nachdem sie die Pferde versorgt hatten, gönnten sie sich noch ein leckeres Eis.
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| Am Abend waren Carina und Elisabeth wie im Jahr zuvor bei Mark eingeladen, der auch wieder einen feinen Champagner gekauft hatte. Neben interessanten Gesprächen schauten sie sich auch gemeinsam einen schönen Pferdefilm an und freuten sich über das gelungene Wochenende. Später hörten sie sich noch Motetten aus der Geistlichen Chormusik von Heinrich Schütz an und Elisabeth und Carina lasen dazu die Noten mit, die Elisabeth dabei hatte. |  |
 | Am Wochenende danach unternahmen Elisabeth und Martha eine kleine Shoppingtour, von der sie jeder ein neues Kleidungsstück für sich mitbrachten. Auch Pierre bekam zu seiner Überraschund eine Jacke mitgebracht, die er sogleich anprobieren sollte.
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| In der Nacht auf Pfingstsonntag hatte Elisabeth nicht gut geschlafen und da sie morgens früh aufwachte und bis zum Singen noch viel zeit war, unternahm sie vor dem Gottesdienst einen Ausritt mit Red Tom in ihrem Lieblingsgelände. Zu diesere Zeit blühten wieder die roten Gräser wie im Jahr zuvor, die der Umgebung ein ganz besonderes Aussehen geben. |  |
 | Mitte juni fand in Durlach die 'Nacht der Chöre statt', bei der insgesamt neun Karlsruher Chöre auftraten und Chormusik aus allen Epochen präsentierten. Elisabeth sang mit ihrem Chor auch mit und freute sich, daß Mark vorbeikam um sich auch ein wenig als Zuhörer zu beteiligen. Er kam mit der neuen Vollblutstute Bellatrix nach Durlach geritten, vorbei am Durlacher Schloß, wo man noch ein Stück der alten Stadtmauer sehen kann.
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| Ende Juli trafen sich die Reiterinnen vierer befreundeter Höfe zu einem Ausritt. Es war sehr heiß an diesem Tag aber dennoch hatten alle viel spaß. |  |
 | Mitte August kamen zwei neue Pferde auf dem Sonnenhof an, der Friese Xerxes und der Achal-Tekkiner Orestes. Sie kamen mit dem selben Transporter und beide verstehen sich prima miteinander und auch mit den Menschen.
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| Am Tag darauf fuhren die Sonnenhofleute zu einem befreundeten Stall um ein Pferd abzuholen, das dort einige Zeit im Training war. Als sie ankamen galoppierte Silent Sleep gerade fröhlich über die Koppel. |  |
 | Ende August waren die Sonnenhofleute mit ihrem Stand wieder auf der großen Pferdeveranstaltung in Bensheim vertreten. Das Reiten überließen Elisabeth und Mark dieses Mal den anderen Reitern des Stalles und ließen es ohne Hektik viel ruhiger angehen.
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| Auf dem Heimweg besuchten sie noch ein kleines Gestüt in der Nähe, das eine wunderschöne Anlage im Meditterranen Stile darstellt. |  |
 | Martha und Pierre hatten Anfang September einige Tage frei Tag und so waren sie sichtlich erfreut darüber, nachdem der August so kalt war, daß es im September nochmals so schön warm wurde und sie einen schönen Ausritt unternehmen konnten. Dazu sattelten sie die beiden Knabstrupper des Sonnenhofes und Contrepoint, Marthas Hündin, durfte natürlich auch mit. Unterwegs war sie sichtlich aufgeregt, denn sie hatte auf dem Weg eine Schlange entdeckt und verhinderte, daß sie sie plattrampelten. Pierre und Martha fanden es denn auch total interessant, die Schlange ein wenig zu beobchten.
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| Die Pferde waren dabei etwas skeptisch, blieben aber ruhig und so konnten sie den Rest des Weges gelassen weitergaloppieren und freuten sich an ihrem schönen und interessanten Ausritt. |  |
 | Auf dem Sonnenhof laufen die Vorbereitungen zu einer kleinen Pferdemesse und wider Erwarten trafen einige Ausrüstungsgegenstände sehr viel früher ein und so konnte eine kleine Präsentation mehr als ursprünglich vorgesehen eingeplant werden. Dazu fehlte aber ein Reiter und so wurde Mark überredet, die Vorstellung des Achal-Tekkiners Orestes zu übernehmen, für die er mit ihm schon mal in landestypischer Aufmachung trainierte.
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| Im September fand die Lebensmittelchemikertagung in Dresden statt und Mark und Elisabeth freuten sich nicht nur auf die interessanten Vorträge der Tagung, sondern wollten sich natürlich auch diese schöne Stadt ansehen. Am Tag ihrer Ankunft belegten sie also schnell ihre Hotelzimmer und freuten sich, an einem anglikanischen Gottesdienst in der Frauenkurche teilnehmen und so dieses wunderbare Bauwerk von Innen betrachten zu können. Anschließend genossen sie bei einem Ritt über die Augustusbrücke und der Elbe entlang die schöne Aussicht auf Dresden. |  |
 | Mark und Elisabeth fanden es sehr spannend, innerhalb kurzer Zeit so viel zu erleben, Wissenschaft, Kunst, Pferde und Musik geballt. An einem der Tage besichtigten sie die Semperoper und hörten Abends ein wunderschönes Konzert in der Frauenkirche. Einen Vormittag der Tagung opferten sie, denn das bekannte und wunderschön gelegene Gestüt in Moritzburg, das von Dresden nur wenige Kilometer entfernt liegt, wollten sie natürlich auch besuchen und genossen den Ausritt um das Jagdschloss Augusts des Starken.
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| Nachdem Mark und Elisabeth in und um Dresden so viel gehört, gesehen und erlebt hatten, fuhren sie weiter nach Hamburg um einige Urlaubstage im Gestüt Moorredder zu verbringen. Elisabeth freute sich total, mit ihrer Freundin Carina einen schönen Ausritt bei richtigem Traumwetter unternehmen zu können. Dabei trafen sie einige Bekannte von Carina, die an der Landebahn des nahegelegenen Flugplatzes auf ihren Leitern Stellung bezogen hatten um dort die Flugzeuge zu photographieren und schnackten mit diesen noch eine Runde. |  |
 | Mark zog mit zwei der Jungs vom Gestüt Moorredder zum Einkaufsbummel in die Stadt los. Die Männer wollten sich Klamotten kaufen aber irgendwie brachten sie allen möglichen Kram mit. Sie hatten neben einigen Kleidungsstücken für sich selbst auch noch eine Jeans für Elisabeth gekauft, die ihr sogar passte. Klar, Mark ist Chemiker und diese verfügen eben über Augenmaß. Ansonsten brachten sie zwei Thermos-Kaffeekannen mit, die sie bei einer Verlosung in einem froßen Warenhaus gewonnen hatten. Außerdem schleppten sie Werkzeugkoffer, Pinsel und eine Trense an.
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| Beim Einkaufen wurden die Jungs von einem Photographen angesprochen, der von der aktuellen Herbstmode gerne noch Photos machen wollte, und so trafen sie sich am nächsten tag zum Phototermin, wobei sich Dirk und Tobias fast wie Profis benahmen. |  |
 | Zur Herbstmessen in Bingen am Rhein waren auch wieder die Sonnenhofleute vertreten. Mark stelle den Achal-Tekkiner Orestes mit seinem Schmuckzaum vor und Elisabeth ging mit dem Vollblüter Silent Sleep beim Springen an den Start, wobei sie sich wacker schlugen.
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| Katrin präsentierte ein Barockschaubild mit dem Friesen Xerxes, was allen sichtlich Freude machte und so bildete diese Veranstaltung einen schönen Abschluß der Saison. |  |
 | Von ihrer Reise nach Dresden und Moritzburg hatten Elisabeth und Mark ein neues Pferd auf den Sonnenhof mitgebracht, selbstverständlich einen Schweren Warmblüter, der sich sowohl unter dem Sattel als auch vor dem Wagen phantastisch einsetzen lässt. Aber Elisabeth mußte erst mal lernen, mit solch einem Riesen von Pferd zurechtzukommen und nahm bei Katrin mit ihm eine Reitstunde. Sachensenkönig ist ein pahntastischer Vierbeiniger Lehrmeister und alle haben Freude an diesem tollen Pferd.
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| Am Reformationstag ging Elisabeth in einen Gottesdienst in die Stadtkirche zu Karlsruhe. Nach dem Gottesdienst traf sie auf Martha und Pierre und auch Mark gesellte sich hinzu. Und so sangen noch alle zusammen vor der Kirche Lutherchoräle. Es war sehr windig und kalt an diesem Abend. Aber dennoch machte es allen viel Freude und "Ein Feste Burg ist unser Gott" war dabei natürlich obligatorisch. |  |
 | Elisabeth ist in einem anderen Stall oft einen Schimmel geritten, den sie sehr liebgewann und nach einiger Zeit für den Sonnenhof kaufte. Am Tag seiner Ankunft ritt Elisabeth ihn nicht und ließ stattdessen Conium Maculatum (Gefleckter Schierling) locker in der Halle freilaufen damit er sich ein wenig in seinem neuen Stall eingewöhnen konnte.
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| Pierre, der hinzugekommen war, freute sich riesig darüber. Er hatte dieses Pferd nämlich vor längerer Zeit in seinem Besitz und mußte es aber aus gesundheitlichen Gründen verkaufen, worüber er sehr betrübt war, auch weil der Käufer ein widerlicher Kerl ist, ihm aber keine andere Wahl blieb. Dieser Typ hat das Pferd dann irgendwann weiterverkauft und der neue Besitzer war so freundlich, das Pferd dem Sonnenhof zu überlassen. Er hatte das Pferd mit gefälschten Papieren und falschem Namen von dem Widerling gekauft, sah aber schnell, daß es sich dennoch um einen Prachtburschen handelt und so blieb das Pferd einige Zeit auf Haras-au-Soleil, wo Elisabeth ihn kennenlernte. Umso erfreuter war Pierre nun, sein Pferd wieder zu haben und daß es Conium maculatum gut geht. |  |
 | Elisabeth ritt am Ersten Advent auf Tschaikowsky, der vom Gerstüt Moorredder auf den Sonnenhof kam und sich inzwischen sehr gut eingelebt hat. Sie traf sich im Stall Akhetaton mit zwei Freundinnen und sie unternahmen gemeinsam einen Ausritt am Nachmittag zu den letzten Sonnenstrahlen dieses schönen Tages.
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| Zu Weihnachten war Elisabeth krank und war nur begrenzt einsatzfähig so daß sie sich von Mark ein wenig betüddeln ließ. Er erledigte die Einkäufe und bekochte sie ein wenig und so schaffte sie es trotz ihres Zustandes zu Weihnachten die Aufführungen im Chor mitzusingen. Als Konzert sangen sie das Weihnachtsoratorium von J.S.Bach, an Heilig Abend gab es kleine Motetten und Choräle verschiedener Alter Meister, zuerst im Altenheim und dann in der Christmette und zum ersten Feiertag sangen sie im Festgottesdienst nochmals den dritten Teil aus dem Weihnachtsoratorium. |  |