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Das Modellpferdehobby


Das Modellpferdehobby bietet viele verschiedene Möglichkeiten:
Sammeln
Clubs und Magazine
weitere Literatur
Showing
Photographieren
Basteln
Dioramen
Verändern
Modellieren
Kauf von Modellpferden
Oft verwendete Abkürzungen

Sammeln

Pferdebegeisterte aus aller Welt sammeln Pferdemodelle aus Plastik, Porzellan, Keramik, Resin (Kunstharz) oder aus Bronze. Die meisten beginnen ihre Sammlung mit fabrikgefertigten Modellen (die man als Original-Finish bezeichnet), z.B. aus den USA von den Firmen Breyer oder Peter Stone.
Breyer-Modell Oft beginnt die Sammelleidenschaft schon in der Kindheit, zunächst mit Barbiepferden, wobei Barbie allerdings schon bald ein etwas realistischeres Pferd bekommen soll. Und schon stehen die ersten Breyer-Modelle im heimatlichen Stall bzw. Kinderzimmer...
Modellpferde gibt es nicht nur in allen Größen, sondern auch in allen Preisklassen, vom preisgünstigen Serienmodell (ab 4,-eur) bis zum superteuren Resin aus Übersee (um 400.-$ sind keine Seltenheit).
Die bekanntesten Hersteller sind die Firmen Breyer und Peter Stone, die vor allem Plastikpferde in Spritzgußtechnik herstellen.
Porzellanpferde gibt es z.B. von den Firmen Border Fine Arts, Royal Doulton/Beswick aus England, von Hagen-Renaker aus USA (sehr hoher Sammelwert, da Produktion eingestellt) und auch aus Deutschland von den Firmen Kaiser und Goebel. Die britische Firma Northlight stellt massiv gegossenen Pferdemodelle aus einer Keramikmasse her, die als Industrie-Resin bezeichnet werden, da sie im gegensatz zum limitierten Künstler-Resin in hoher Auflage und mit identischer Bemalung auf den Markt kommen. Künstler-Resins gibt es meist nur in geringer Stückzahl, und durch individuelle Bemalung ist jedes Einzelne ein Kunstwerk f&uunl;r sich.
Die Münchner Bildhauerin Brigitte Eberl, die mit ihrem Talent die deutsche Modellpferdeszene um viele hübsche Modellpferde bereichert, hat stellt auch Modelle auf Bestellung (Originalskulpturen) her, so daß man schließlich sein eigenes Pferd, modelliert und bemalt nach Photovorlagen, im häuslichen Regal finden kann.

Manche Sammler haben eine sogenannte Conga-Line. Das sind Modelle derselben form in verschiedenen Bemalungen und das Ziel ist, alle Modelle eines Molds zu sammeln.

Andalusier, Breyer-OF Stablemate-Modelle, Photo von AB
weitere Photos...

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Clubs und Magazine

Ist man nun stolzer Besitzer eines Modellpferdes, dann möchte man es auch Anderen zeigen und so finden sich Gleichgesinnte zum Informationsaustausch in Clubs zusammen. In den USA, von wo aus das Hobby sich in alle Welt ausgebreitet hat, existieren dutzende von Modellpferde-Clubs.
In Deutschland haben sich ebenfalls diverse Gruppierungen gebildet. So gibt es die Möglichkeit, Kontakte über Clubs und Internetforen zu gleichgesinnten Sammlern zu pflegen.

WPM
Ein sehr zu empfehlendes Modellpferdemagazin ist das Westernpferdemagazin. Auch hier gibt es vieles rund ums Modellpferdehobby und Bildergeschichten. Es bietet vor allem den Freunden von Photostories und denen der Westernpferde etwas (Untertitel "Fun & Action"). Es werden Westernrassen vorgestellt, es gibt Infos zu den Turnierdisziplinen, natürlich auch Schauausschreibungen, Basteltips, Verkaufslisten. Herausgeberin ist Heidi Witt.

MOPF
Weiterhin gibt es die Mopf, eine ebenfalls sehr schönes und interessantes Modellpferdemagazin mit Raum für Bildergeschichten, Rasseportraits, Basteltips und Neuigkeiten aus der Modellpferdeszene. Herausgeberin ist Dagmar Lorenz

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weitere Literatur

Just About Horses
JAH ist sozusagen die Stallzeitung von Breyer, was bedeutet, daß man hier zwar jede Menge Infos über Breyer-Modelle (neue, alte, Geschichte, Verändern, Veranstaltungen usw.) findet, aber nichts über die Produkte der unzähligen anderen Hersteller. Das Magazin kostet $ 14,50 / Jahr mit 6 Ausgaben, bietet interessante Artikel und mit den durchgehend farbigen Abbildungen auch was "fürs Auge". zu beziehen ist JAH über Reeves International,14 Industrial Rd., Pequannock, NJ 07440, USA.

The Hobby Horse News
Kommt ebenfalls aus den USA. THHN bietet sehr detaillierte Informationen, z.T. in über mehrere Hefte gehenden Serien. Themen sind z.B. das Ausrichten von Live- und Fotoschauen, sehr ins Kleinste gehende Artikel von Sarah Minkiewicz zur Anatomie und zum Verändern, Vorstellungen von Modellen verschiedener Herstellern, viel auch über Keramik-Modelle. THHN erscheint alle zwei Monate und kostet bei "Surface"-Versand $ 33, bei Airmail $ 42 im Jahr. Surface dauert mittlerweilemanchmal an die zwei Monate.... Herausgeberin ist seit April 2000 Tina Ferro.

Horsing Around
Kommt aus England. Hier ist ein Teil der Abbildungen in Farbe, in "Hot gossip" werden neue Modelle sehr ausführlich und mit Bezugsadressen vorgestellt, in jedem Heft wird außerdem eine Modellpferde-üünstlerin im Portrait vorgestellt. Auch Porzellan-Modelle haben ihre Rubriken, ebenso wie Infos zum Verändern, Basteln und Photographieren.

Equilith
Ist die Hauszeitung der Peter-Stone-Company. Für $ 45 jährlich bekommen auch ausländische Sammler 4 x jä,hrlich ein jeweils 12-Seitiges Din-A-4-Heft, das überwiegend aus Berichten über von Stone gesponserte Veranstaltungen sowie Bildern der diversen SR`s besteht. Es gibt aber diverse SRīs nur für Abonnenten und auch bei der neuen "Stone Direct"-Serie werden ebenjene bevorzugt.

"Modellpferde von A- Z"
Vorstellung von über 50 verschiedenen Herstellern mit Pferde-Modellen im Programm, von "Abee" bis "Winners Choice", mit Anschriften, Bezugsquellen, Material- und Preisangaben, Rassen, Qualität, Editionen, mit jeweils 3 Fotos. Außerdem Infos zum Kauf von Modellen im Ausland, Händlern, Magazinen, Größe und Materialmö,glichkeiten. Das Ganze kostet 12.- Euro incl.Porto (mittlerweile Zweitkopie, Erstauflage vergriffen )und kann bei Katja Tidow bestellt werden.

Modellpferde verändern
Für viele Neueinsteiger ist dieses Thema ein Buch mit sieben Siegeln. Aber nicht mehr lange! Eine ganz neue Zusammenstellung zum Thema "Verändern" ist bei Heidi Witt in Arbeit. Wer Interesse hat (sowohl am späteren Erwerb als auch an der Lieferung von eigenen Beiträgen), kann sich bei ihr melden. Nähere Infos gibt es hier.

Weitere Bücher (in englischer Sprache):
Resin-Registry
Breyer Molds und Models
The Charlton Standard Catalogue of Hagen Renaker sowie Royal Doulton Animals
Trade Secrets
Painting Model Horses with Acrylic
A Guide to casting in Resin
Breyer Animal Collector's Guide, Second Edition
Rio Rondo "Color Formulas & Techniques"
ausführlichere Infos dazu gibt es hier.

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Showing

Während einige Modellpferdefreunde sich vorwiegend an ihrer immer größer werdenden Sammlung erfreuen, haben viele andere Spaß an Ausstellungen. Es gibt zwei Möglichkeiten, sein Modellpferd vorzufüren:
Bei einer Liveschau treffen sich Sammler und stellen ihre Modelle in verschiedenen Klassen (Rasse, Farbe, etc.) vor. Das Pferd wird danach bewertet, ob es den Rassekriterien entspricht und die Schönsten der Schönen gewinnen Rosetten, ebenso wie ihre Großen Kollegen.
Photoschauen werden nach ähnlichen Prinzipien bewertet, das Modell ist aber nicht live anwesend, sondern reist als Photographie zum Richter, der nun das seiner Meinung nach beste Pferd placiert. Dabei ist die Photoqualität von entscheidender Bedeutung, so daß ein weiterer Aspekt dieses vielfältigen Hobbies hinzukommt.

Präsentation des Modellpferdehobbies auf der Modellbauausstellung in Vellmar 2004 Da das Modellpferdehobby hierzulande noch recht unbekannt ist, gibt es einige Sammler, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, dies zu ändern und präsentieren ihre Modelle gerne auf Modellbauausstellungen, wo normalerweise die bekannten Modelle wie Eisenbahnen, Autos, Schiffe etc. zu sehen sind. Dies erfreut sich bei Besuchern und Mitausstellen wachsender Beliebtheit und hat auch für das Modellpferdehobby den schönen Nebenaspekt, daß man sich bei den anderen Modellbauern auf diese Art neue Inspitationen holen kann, besonders im Dioramenbau.

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Photographieren

Die Modellpferdephotographie bietet entgegen der Photographie von echten Pferden eigentlich nur den Vorteil, daß die Motive nicht so schnell wegrennen. Photo des Verfassers Ansonsten ist es gar nicht so einfach, ein Modell wettbewerbsfähig aufs Negativ zu bannen. Der Hintergrund sollte nicht aus Hochhäusern oder Wäscheleinen bestehen, sondern maßstabsgerecht und möglichst echt wirken. Falsche Sonneneinstrahlung läßt unschöne Flecken oder Schatten auf dem Modellentstehen. Freilaufende Hunde schnappen nach den sorgfältig auf dem Rasen der ö,ffentlichen Grünanlage arrangierten Modellen, Spaziergänger beäugen mißtrauisch den mit der Kamera bäuchlings dahinrobbenden Menschen, Mountainbiker bremsen im letzten Augenblick auf idyllischen Waldwegen oder umrunden das Modell im halben Sturzflug... Manche Sammler weichen deshallb aus Sicherheitsgründen (wer möchte schon sein 300 $ Resin einem Hund abjagen müssen) auch auf Indor-Photos aus. Man hat aber auf jeden Fall unglaublich viel Spaß bei Photosessions und manchmal entstehen, das notwendige Talent und gutes Equipment (wobei es hier schon eine alte Spiegelreflexkamera tut) vorausgesetzt, echte Kunstwerke...

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Basteln

Zu einem guten Photo gehört natürlich maßstabsgerechte Ausrüstung des Pferdes, Photo des Verfassers Koppelzäune etc. Bastlern bieten sich hier vielfältige Möglichkeiten, die Pferdewelt in Miniatur nachzubauen. Selbst Modellpferdeäpfel sind schon gesichtet worden!
Das Sattelzeug für das Modellpferd gibt es fertig zu kaufen, manche Firmen bieten Bausätze an (z.B. Rio Rondo Westernsattel Kit), viele Sammler basteln aber lieber selbst. Eine der begabtesten Tackmaker aus deutschland ist Regine Nikolaidis aus Stuttgart, deren Westernsättel und -zäume selbst in den USA bekannt und beliebt sind. Mit viel Liebe zum Detail werden die einzelnen Stücke gefertigt und sind - außer in der Größe - kaum von echtem Sattelzeug zu unterscheiden.

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Dioramen

Photo des Verfassers Man kann ein Modell, anstatt es einfach nur so in die Vitrine zu stellen, in einem Diorama präsentieren, was dieses noch viel besser zur Geltung kommen lässt. Dabei können kleine Ausschnitte einer Szene oder ganze Landschaften dargestellt werden.
Hier können alle möglichen Szenen aus der Pferdewelt dargestellt werden. Zum Dioramenbau werden nahezu alle Materialien gebraucht und verwendet, ähnlich wie beim Tackmaking.

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Verändern

In den 80er Jahren, als die ersten Modellpferde der Firma Breyer den deutschen Markt eroberten, gab es diese in Sammlerkreisen zunächst nur im original-finish, d.h. so, wie sie die Fabrik verlassen haben. Photo von Tabea Kordowski Kreative Sammler haben sich aber schon bald daran gemacht, diese Pferde zu verändern, z.B. ihnen (z.B. mittels Airbrush) eine andere Farbe zu geben, Mähne und Schweif durch Mohair zu ersetzen oder neu zu modellieren. Viele Remakes lassen kaum noch das Ausgangsmodell erkennen, da auch die Pose des Pferdes komplett verändert wurde, z.B. aus einem stehenden Pferd ein trabendes etc. Detaillierte Kenntnisse der Anatomie, der Gangarten, der Farblehre und der Rassen sind notwendig, um ein überzeugendes Ergebnis zu erzielen. Bekannte Remaker arbeiten häufig viele Jahrean ihrer Technik und creieren excellente Modelle, die fabrikbedingte (z.B. anatomische) Fehler des Original-Finish-Modells vergessen lassen. Gute custs (customized model = verändertes Modell) sind durchaus konkurrenzfähig zu den immer beliebter werdenden Künstler-Resins.

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Modellieren

In den letzten 10 Jahren haben sich immer mehr begabte Sammler, die selbst Willougby - Modell von Brigitte Eberl modellieren, diese Modelle dann abgießen und als Künstler-Resin vermarkten. Besonders in den USA boomt der Markt, und unbemalte Resins sind kaum unter 200 $ zu haben.
In Deutschland gibt es neben der Bildhauerin Brigitte Eberl noch andere talentierte Sammler, die selbst modellieren. Ihre Selbstmodellierte Modelle sehen so aus, wie echte Pferde eben aussehen. Ihre Modelle zeichnet der lebendige Ausdruck und die realistische Bemalung aus.

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Kauf von Modellpferden

Modellpferde kann man prinzipiell überall erwerben. Es gibt sie in allen möglichen Größen und Ausführungen in Spielwarenläden, Kaufhäusern, Geschenkartikelläden und auch auf Weihnachtsmärkten, Messen und Verkaufsständen bei Reittunieren.
Allerdings ist es nicht bei allen Modellen so einfach an sie heranzukommen und gerade die Breyer-Modelle aus den USA sind von diesen am begehrstesten. Diese kann man beim AHS-Modellpferdeversand beziehen.
Die Modellpferde von Brigitte Eberl kann man auf ihrer eigenen Homepage sehen und bestellen. Auch ist es möglich Modellpferde aus privater Hand über z.B. die Verkaufsliste auf der HP von K.Tidow bzw. über das Internetauktionshaus Ebay zu kaufen.


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Oft verwendete Abkürzungen

Unter den Modellpferdefreunden werden oft Abkürzungen verwendet, die den Einsteiger in der Regel etwas verwirren. Daher hier mal die wichtigsten:
MP - Modellpferd
WPM - Westernpferdemagazin
JAH - Just About Horses (US-Modellpferdemagazin)
Of - original finished (unverändertes Modell, wie es vom Hersteller kommt)
Ret - Abzeichen aufgemalt oder evt. mit Aceton entfernt
Rep - repainted (ganzer Körper oder teilweise bemalt)
H - haired (mit Kunsthaar oder Mohair an Mähne und Schweif versehen)
Cust - custom made (rep + h, evt. verbogen)
Cut - bestimmte Teile entfernt
Disc - discontinued (das MP in diese Farbe wird nicht mehr hergestellt)
SR - Special Run (Sonderauflage von Modellen in neuer Farbe, limitiert und teurer)
LE - Limited Edition (Auflage in besitmmter Anzahl)
LS - Live Schau / Live Show

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Zusammenfassend kann man sagen, daß das Modellpferde-Hobby für jeden etwas zu bieten hat. Sowohl echte Pferdemenschen als auch die, denen die echten Rösser doch etwas zu groß und gefährlich erscheinen, finden sich hier zusammen und beschäftigen sich mit einem der schönsten Hobbies überhaupt: mit Pferden!


Homepageprogrammierung: Andrea Bröker
Text: Dagmar Lorenz, Andrea Bröker
Photos: Andrea Bröker

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